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Bad Waldsee - Am gestrigen Dienstag war der wichtigste Punkt auf der Tagesordnung der Beschluss zur Errichtung eines Gradierwerkes zur Aufwertung des Stadtsee-Aktiv-Weges. Der Verwaltungsausschuss stimmte mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen für das Gradierwerk. Bild: Etwa so soll es dann aussehen, das neue Gradierwerk am Stadtsee, das dann "Meeresluft" verbreiten soll.

 

„Was ist das, ein Gradierwerk?“ werden sich jetzt viele fragen. Man könnte es ganz grob als ein Holzregal beschreiben, an dem Reisigbündel aufgeschichtet sind. Über diese Bündel lässt man Sole, also salzhaltiges Wasser rieseln. Dienten die Gradierwerke früher zur Salzgewinnung, werden sie heute zu Therapiezwecken eingesetzt. Die Luft reichert sich mit Salz in Form von Soletröpfchen und Salzaerosol an. In der Nähe des Gradierwerkes atmet man sozusagen „Meeresluft“ ein. Vor allem Pollenallergiker, Asthmatiker und andere Atemwegserkrankte profitieren von der salzhaltigen Luft.

 

Walter Gschwind, Fachbereichsleiter, stellte das Projekt im Verwaltungsausschuss vor. Er erinnerte an den touristischen Masterplan, der als konkrete Maßnahme zur „Inszenierung der Innenstadt und des Stadtsees“ die Einrichtung des Stadtsee-Aktiv-Weges vorsah. Diese Maßnahme wurde vor 11 Jahren umgesetzt und von Gästen, Besuchern und Einheimischen gerne angenommen.

Jetzt sei es Zeit, über einen neuen touristischen Anziehungspunkt nachzudenken. Und ein Gradierwerk würde inhaltlich sehr gut zu den vorhandenen, von der kneippschen Lehre inspirierten Erlebnis- und Mitmachstationen passen.

 

Als Standort würde sich die Wiese zwischen Seeweg und Krankenhaus anbieten, weil dort eine Anbindung zum Stadtsee-Aktiv-Weg gewährleistet wäre. Damit das Gradierwerk seinen Zweck als Lieferant „frischer Seeluft“ erfüllen kann, braucht es laut Walter Gschwind eine Mindestgröße, damit es nicht nur ein Spielzeug bleibt. Mit einer Breite von ca. 24 Metern, einer Tiefe von ca. 15 Metern und einer Höhe von ca. 8 Metern könnte sich der gegliederte Baukörper gut in die Landschaft am See einfügen, würde seinen Zweck erfüllen und wäre doch nicht überdimensioniert. Mit diesem Bauwerk hätte Bad Waldsee eine neue Attraktion und ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb um Touristen und Badegäste.

 

Das Investitionsvolumen soll bei ca. 750.000 Euro liegen, die vom Land Baden-Württemberg bis zu 50 Prozent bezuschusst werden können. Die jährlichen Unterhaltskosten bewegen sich in einem Bereich von ca. 20.000 Euro.

Pläne des Gradierwerks zum Download

 

 

Text: Erwin Linder
Bilder: Pläne Stadtverwaltung

 

 

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