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Bad Waldsee - Am 23.7. um 19.00 Uhr kamen die Mitglieder der Sportgemeinschaft Bad Waldsee im Clubhaus des Fürstlichen Golfclubs Oberschwaben zur jährlichen Hauptversammlung zusammen. Die wichtigsten Tagesordnungspunkte waren der Stand des Bad Waldseer Sportentwicklungsplanes und die Neuwahlen zum Vorstand.

In der SG Bad Waldsee haben sich alle hiesigen Sportvereine zusammengeschlossen, um ihre Interessen gegenüber Gemeinde und Behörden zu vertreten. Bei der Versammlung waren dann auch alle Vertreter der Vereine, von der Verwaltung Bürgermeister Weinschenk und die zuständige Fachbereichsleiterin Gerlinde Buemann und vom Gemeindrat Benno Schultes und Sonja Wild anwesend.

In seiner Eröffnung sprach der erste Vorsitzende Markus Fürst die wichtigen Aufgaben der Sportvereine im sozialen Bereich, ihre präventiven Aufgaben bei Kindern und Jugendlichen, in der Integrationsarbeit sowie die Herausforderungen des Ehrenamtes an.

Er bedankte sich bei der Gastgeberin, Kerstin Weber, Mitglied des Vorstandes des FGCO, für den Veranstaltungsort.

Kerstin Weber stellte der Versammlung in kurzem Abriss den FGCO vor: ca. 1.100 Mitglieder, darunter 70 Kinder, von denen 30 aktiv in Mannschaften spielen. Der FGCO hat insgesamt ca. 70 Mannschaftsspieler und veranstaltet in der Saison von April bis November ca. 140 Turniere.

Der Vorstand berichtete von den Aktivitäten seit der letzten JHV. Im Vordergrund standen der persönliche Austausch unter den Vereinen, die Hallenbelegungsplanung, die Engpässe durch den Ausfall der Mensahalle, die Sportgala, die Teilnahme des Vorstandes an den JHs der angeschlossenen Vereine und die Aktivitäten zum 100-jährigen Jubiläum des FC Bad Waldsee.

Der Kassenbericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2018 bis zum 31.12. 2018 fiel positiv aus. Ins Jahr gestartet war man mit einem Bestand von ca. 9.000 Euro, abgeschlossen wurde das Jahr mit ca. 14.000 Euro. Das Plus von ca. 5.000 Euro führte der Vorstand auf seine sparsame Haushaltsführung zurück. Insbesondere durch den Einsatz von eigenen Gruppen zur Gestaltung der Sportlergala konnte der Etat geschont werden.

Der vierte Tagesordnungspunkt, Sportentwicklungsplan, wurde kontrovers diskutiert. Nach einführenden Worten von Bürgermeister Weinschenk gab Gerlinde Buemann einen Überblick über den Stand der Aktivitäten seitens der Gemeinde. Die Vertreter der Vereine waren mit dem Fortschritt seit dem Start 2015 nicht zufrieden. Insgesamt war der Tenor: es ist  gar nichts passiert. Bürgermeister Weinschenk stellte sich vor die Mitarbeiter seiner Verwaltung und wies den Vorwurf entschieden zurück. Er zeigte Verständnis für die Sportler. Aber nicht alle Wünsche könnten sofort erfüllt werden und der Sportentwicklungsplan sei eingebettet in weitere Vorhaben der Gemeinde wie den Schulentwicklungsplan. Da alle Pläne, Vorhaben, Standorte einer genauen Prüfung bedürften und vor allem die Mitarbeiter des Bauamtes zusammen mit ihren anderen Aufgaben „Oberkante Unterlippe“ ausgelastet wären, könne eine Umsetzung der Vorhaben nicht von jetzt auf nachher erfolgen. Außerdem müssten alle Vorhaben auch solide finanziert, in  den städtischen Haushalt eingebracht und vom Gemeinderat verabschiedet werden.

Im Juli 2018 fasste der Gemeinderat den Beschluss für einen Kunstrasenplatz. Nach Prüfung verschiedener Optionen wird nun ein Bebauungsplan für einen Platz an der Lortzingstrasse erstellt. Zwischenzeitlich tauchte die Mikroplastik-Problematik auf, für die noch keine Lösung gefunden wurde.  Aus den  Reihen der SG wurde dann der Vorwurf laut, man könne kein Gesamtziel erkennen. Das wies Gerlinde Buemann mit dem Fernziel eines Sportzentrums für Bad Waldsee zurück. Benno Schultes meinte dann, die weiteren Diskussionen gehörten in den Gemeinderat.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen war ein weiteres Thema. Den Bad Waldseer Vereinen gehören ca. 2.500 Kinder an. Die Vereine nehmen die gesetzlichen Verpflichtungen ernst. Vorsitzender Markus Fürst regte einen Gedankenaustausch hinsichtlich Reaktionen bei Auffälligkeiten an.

Ehrenamtsförderung war ein weiterer Tagesordnungspunkt. Da es immer schwieriger wird, Führungskräfte für Vereine zu gewinnen, könnte ein Weg dazu sein, sie von Bürokratie zu entlasten. Sie sollten ihre Zeit im Verein und nicht im Büro verbringen. Markus Fürst regte eine gemeinsame Geschäftsstelle für die Vereine an. Bürgermeister Weinschenk sagte eine Anschub-Finanzierung zu. Die SG wird eine Umfrage unter ihren Mitgliedern starten.

Die Richtlinien zur Stadtmeisterschaft wurden den Anforderungen angepasst.

Die Wahlen bestätigten Markus Fürst als ersten Vorsitzenden. Ulrich Gassner trat aufgrund beruflicher und familiärer Belastung nicht mehr zur Wahl an. Zum zweiten Vorsitzenden wählte die Versammlung Heiko Stein.

Markus Fürst verabschiedete seinen Vorstandskollegen mit viel Lob und man merkte ihm den persönlichen Verlust des Weggefährten der letzten vier Jahre an. Ulrich Gassner selbst fiel die Entscheidung, den Vorstand der SG zu verlassen, ganz offensichtlich auch nicht leicht. Aber berufliches, familiäres und ehrenamtliches Engagement an anderer Stelle ließen ihm keine andere Wahl.

 

Bericht: Erwin Linder

 

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Ullrich Gassner, Markus Fürst

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Bürgermeister Weinschenk führt die Wahlen durch

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Markus Fürst bedankt sich bei Kerstin Weber

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v.l.n.r.: Roland Weinschenk, Heiko Stein, Markus Fürst, Ulrich Gassner, Gerlinde Buemann

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Der neue Zweite: Heiko Stein

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