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Bad Waldsee - Mitte Juli wird es vor dem Krankenhaus Bad Waldsee blühen. Da ist sich Dr. Friedemann Reiser, Anästhesist und Leiter der Schmerzambulanz, sicher. Schließlich hat er selbst Hand angelegt und das Saatgut ausgebracht. Allzu trist mutet ihn bisher das Beet auf dem neuen Vorplatz vor dem Haupteingang an. Bei Geschäftsführer Dr. Sebastian Wolf hat er sich „grünes Licht“ geholt, daran persönlich etwas ändern zu dürfen.

 

 

Nach einem „grünen Daumen“ muss man Dr. Reiser nicht fragen. Er ist in seinem Erstberuf gelernter Staudengärtner. An Stauden hat er zunächst auch für das Beet vor dem Haupteingang gedacht. Dann kamen ihm Bedenken wegen des Pflegeaufwands. Er erinnerte sich an die „Mössinger Blumenträume“ aus einer Saatgut-Manufaktur in dem gleichnamigen Ort.

 

„Ein Blumenbeet ist viel pflegeleichter als sogar Rasen“, sagt Dr. Reiser. Man zieht die Oberfläche im März ab und sät neu an, damit es wenige Wochen später wieder blüht. Die ausgeblühten Blumen sollte man keinesfalls schon vor dem Winter entfernen, erklärt Dr. Reiser. Die optisch unscheinbar gewordenen Pflanzen bieten nun einen wichtigen Raum zur Überwinterung für die Insekten. Blumenbeete sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch ökologisch von höchstem Wert.

 

Apropos Anlage des Beetes. Einfach eine Fläche glattziehen und Samen darüber zu streuen, so einfach geht es nicht. Dr. Reiser und seine Helfer modellieren die Oberfläche: in der Mitte die höchste Linie und von dieser nach allen vier Seiten flach abfallende Flächen. Auch das Säen will gelernt sein. Der Arzt vermisst das Beet exakt und teilt es in Parzellen ein. Sieben Gramm Saatgut kommen auf einen Quadratmeter. Dank der Parzellierung äußerst gleichmäßig. Am Schluss werden die Samen sachte festgewalzt und kräftig bewässert. Acht Euro hat das Saatgut gekostet. Zusammen mit dem Austausch des Bodens kostet die Aktion nicht mehr als 170 Euro, meint der Arzt. Eine überschaubare Investition in die Optik eines ganzen Platzes.

 

Um den 10. Juli werden sich die ersten Blüten öffnen. Dr. Reiser ist sich dessen sicher, „mindestens zu 80 Prozent“. Bis zu den ersten Frösten im Spätherbst wird die Pracht anhalten. 40 verschiedene Blütenarten mit einer Stielhöhe von 30 bis 70 Zentimeter sollen es sein. Dr. Reiser hat schon andere Beete auf dem Vorplatz für eine Ausweitung seiner Aktion im Auge. Es gibt ja nicht nur die jetzt verwendete Saatgutkollektion „Blütenreich“, sondern noch etliche andere variierende Blumenkombinationen.

 

Bild und Bericht OSK Ravensburg

 

 

 

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