Müllentsorgung

Bad Waldsee - Gemeinderat Florian Becker hatte bei einer Gemeinderatssitzung im Januar 2018 die illegale Müllentsorgung an verschiedenen Containerplätzen thematisiert und Kontrollen gefordert. In der heutigen Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses präsentierte die Verwaltung Ergebnisse. Bei 13 festgestellten Müllsündern wurden Strafen gefordert. (Bild Archiv - Oliver Hofmann)

 

 

Wiederholte illegale Müllablagerungen waren einige Male in den sozialen Medien mit publizierten Bildern angezeigt und aufgegriffen worden. Aufgegriffen hatte dies dann auch Florian Becker in einer Gemeinderatssitzung im Januar 2018. Margit Geiger von der Verwaltung präsentierte in der Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses von heute eine Liste der vorgenommenen Kontrollen und erläuterte die Ergebnisse.

 

35 Stunden Kontrolle – 13 Täter ermittelt
Zwischen Anfang September und Ende November 2018 wurden insgesamt 32 Kontrollen vorgenommen. Der personelle Zeitaufwand bei 35 Stunden Kontrollen liegt bei 70 Stunden Arbeitszeit (Vier-Augen-Prinzip). Dabei wurden 10 Müllsünder auf frischer Tat ertappt. Drei Müllsünder konnten über Adressen im Müll ermittelt werden. Alle Vorgänge wurden zu Anzeige gebracht. Ausführende Behörde ist hierbei das Landratsamt Ravensburg. Bei noch 10 laufenden Verfahren konnten von den 13 Verfahren drei abgeschlossen werden. Das Bußgeld liegt pro Vorgang bei 45 bis 50 Euro.

 

Bürgermeister Weinschenk stellte, mit der Gegenüberstellung von 70 Stunden Arbeitszeit der Vollzugsbeamten und einem bislang erzielten Betrag von 145 €, die Vorgehensweise mit Kontrollen infrage: „Die eigentliche Aufgabe der Vollzugsbeamten kann man effektiver einsetzen.“

 

Ganz anderes sah dies Florian Becker: „Man kann nicht den Aufwand gegenrechnen. Ein Vollzugsbeamter muss sich nicht amortisieren. Alle drei Stunden einen Täter auf frischer Tat ertappt, das ist ein gutes Ergebnis, das schreckt Nachahmer ab.“ Unterstützt wurde Becker mit der gleichen Auffassung von Stefan Senko: „Der Kontrolldruck muss aufrechterhalten bleiben.“ Rita König: „Mit punktuellen Kontrollen muss das Bewusstsein für ordentliche Müllentsorgung geschaffen werden.“ Wilhelm Heine: „Das Thema muss sensibel gehalten werden und in der Öffentlichkeit kommuniziert werden.“

 

Der Beigeordnete Thomas Manz stellte eine Reduktion der Wertstoffsammelstellen zur Diskussion, um damit die Kontrollstellen und die Anzahl der Kontrollen reduzieren zu können.  Die Aufstellung der Verwaltung diente zur Information.

 

Illegale Müllentsorgung wird mit  regelmäßig spontanen Kontrollen bei den Sammelstellen reduziert werden können. Im Zeitalter von Handy-Beweisfotos und mit ein bisschen Zivilcourage kann diese Umweltsünde im Interesse der Öffentlichkeit großteils ausgemerzt werden.   

 

Bericht Wolfgang Weiß

 

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