Bad Waldsee - Die Ausstellung präsentiert frühe Gemälde und großformatige Holzdrucke. Sie stammen aus dem Nachlass des Künstlers und aus einer Privatsammlung. Viele Werke werden zum ersten Mal gezeigt.

 

P.H. Ebell lebt und wirkt von 1948 bis 1998 in Bad Waldsee. Bis 1974 ist er an der Oberschule – ab 1971 Gymnasium - als Kunstlehrer tätig. 1965 gründet er die "Galerie im Elisabethenbad" und leitet sie zehn Jahre lang. Als "Kleine Galerie Bad Waldsee" setzt sie bis heute die Arbeit fort. Die Stadt und zahlreiche Schüler verdanken ihm viele Impulse. P.H. Ebell gilt als einer der Wegbereiter moderner Kunst in Oberschwaben.

 

In seinen Kompositionen spielt die Farbe Schwarz eine tragende Rolle. Mit ihr verleiht er den Formen Bewegung und gibt den Flächen Ruhe. Er bringt Figuren zum Tanzen und begrenzt die Energie von Farben. Mit Schwarz vermittelt er zwischen Figürlichkeit und Abstraktion.

 

Seine frühen Gemälde zeigen eine Welt des Heiteren und Märchenhaften. Diese Bildwelt ist der von Marc Chagall verwandt. Schon in den 1950er Jahren wird ihm das Schwarz zum Ausdrucksträger. Als die abstrakte Malerei dominiert, als die Ungegenständlichkeit die internationale Kunst in ihren Bann zieht, da hält der Künstler an der Figurenmalerei fest. Wie Max Beckmann und Pablo Picasso ringt er darum sie zum Ausdruck einer modernen menschlichen Existenz zu machen. Die Nähe von Schwarz zu den dunklen Seiten des Lebens erweitert er um den Ausdruck von Individualität und Eleganz. (Text des Flyers: Dr. Uwe Degreif)

 

Viele Schüler Ebells sind heute selbst künstlerisch tätig und einige leben in der Region, ihr Blick auf den ehemaligen Lehrer ist unterschiedlich stark von der persönlichen Erinnerung geprägt. Der Museumsverein hat sich bei dieser Ausstellung bewusst dafür entschiedenen einen Kunsthistoriker hinzuzuziehen, der das Werk mit einem Blick von außen betrachtet.

 

Dr. Uwe Degreif vom Museum Biberach war beratend bei der Auswahl der Exponate tätig und er spricht zur Einführung am Sonntag, 02. September um 11.00 Uhr.

 

Die Vernissage werden zwei Schülerinnen der Jugendmusikschule mit jazzigen Klängen auf ihren Saxophonen umrahmen, eine Musik, die Ebell liebte.

 

Im Anschluss lädt der Museumsverein alle Gäste zu einem Umtrunk ein.

 

Die Ausstellung zum 110. Geburtstag wird am Sonntag, 2. September um 11.00 eröffnet und endet am Sonntag, 28. Oktober um 17.30.

 

Sie ist jeweils Freitag – Sonntag von 13.30 -17.30 geöffnet. Sonderöffnungen für Gruppen gern auf Anfrage.

 

Text und Bilder von Brigitte Hecht-Lang

 

Ebell Die drei Goettinen Holzdruck

Die drei Göttinnen, o.J., Holzdruck auf Bütten

Ebell 002 Schwarze Tänzerin 1955

 Schwarze Tänzerin, 1955, Öl auf Leinwand

 

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