11Gelduebergabe NABUBad Waldsee - 102,67 € – dieses Geld ist bei der gemeinsamen Mitmach-Aktion der Realschule und des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) beim diesjährigen Energietag als Spenden zusammengekommen. Im Bild zu sehen sind (von links) Holger Kläger, Beatrix Sommer-Locher und Jochen Mikat



Die Schüler und Lehrer hatten sich dabei tolle Bastel-Aktionen zu den Themen Upcycling und Plastikmüllvermeidung einfallen lassen sowie Informationen zur Plastikflut in den Weltmeeren präsentiert. Außerdem zeigten sie, wie man mit natürlichen Zutaten und somit ohne das problematische Mikroplastik Peelings und Lippenbalsam herstellt. Diese wurden an die interessierten Besucher verschenkt. Und wer wollte, durfte natürlich auch eine Spende dafür geben.


Die 102,67 € wurden am 5. Juli dem Naturschutzbund NABU überreicht. „Wir wollten das Geld einer Organisation zukommen lassen, die sich passend zu unserem Thema für die Plastikmüllvermeidung in den Meeren einsetzt. Dabei sind wir auf die Aktion ‚Meere ohne Plastik‘ des NABU Deutschland gestoßen“, erklärt der Schulleiter der Realschule, Holger Kläger. Das Thema habe auch in der Schule selbst für mehr Nachhaltigkeit gesorgt. Auch der Schulleiter des SBBZ, Jochen Mikat, zeigte sich erfreut über die gemeinsame Aktion.


Seine Schüler hätten großen Spaß an den Vorbereitungen und am Energietag gehabt und sich intensiv mit den Klimaschutzthemen auseinandergesetzt. „Das Geld für den NABU zu spenden, empfanden wir als tolle Idee und gute Verknüpfung“, so Mikat. Die Ortsgruppe des NABU Altshausen-Aulendorf war von der Idee und dem Engagement der Schüler begeistert und wird den Betrag der Schulen verdoppeln und zweckgebunden für das Projekt „Meere ohne Plastik“ des NABU Deutschland überweisen.


Mit diesen Spenden werden die freiwilligen Helfer, die an den Stränden der Nord- und Ostsee den Müll einsammeln, unterstützt. Dabei werden zum Beispiel Gummistiefel und Handschuhe gekauft, aber auch der Abtransport des Mülls finanziert, wie Beatrix Sommer-Locher vom NABU erklärt. Der beste Abfall sei natürlich der, der nicht erzeugt werde, so Sommer-Locher weiter. Deshalb sei es wichtig, Müll so gut es gehe zu vermeiden und auf Mehrweg und Langlebigkeit von Produkten zu setzen.


Zusatzinformation: Kunststoff in den Weltmeeren

Mehr als zehn Millionen Tonnen Kunststoffabfälle gelangen nach Angaben des NABU Deutschland jedes Jahr allein vom Land aus in die Weltmeere. Seevögel fressen Plastik und bauen ihre Nester daraus, Schildkröten und Delfine verfangen sich in altem Tauwerk oder Netzresten und eine große Menge Mikroplastik flutet das marine Nahrungsnetz. Auch die Nord- und Ostsee sind davon betroffen. An Fehmarns Stränden finden sich auf 100 Metern Küste durchschnittlich 70 Müllteile unterschiedlichster Größe, an der Wattenmeerküste Deutschlands und der Niederlande sind es fast 390 Teile, gut drei Viertel aus Kunststoff. Wissenschaftler schätzen, dass allein am Grund der Nordsee mehr als 600.000 Kubikmeter Müll lagern. Eine Menge, die den Kölner Dom eineinhalbmal füllen könnte.


Weitere Infos zum Thema:
www.nabu.de/meeresschutz
www.meere-ohne-plastik.de



Text/Foto: Brigitte Göppel


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