Bad Waldsee – Freitagabend in der Mälze im Grünen Baum, ein Jazzhighlight der Extraklasse hat sich in Bad Waldsee angesagt. Jörg Seidel, grandioser Gitarrist und Sänger ist heute Abend zu Gast. Tolle Akustik, super Ambiente und geniale Stimmung, bei dieser Atmosphäre fühlt man sich wie in einem erstrangigen Jazzclub, denn dort tritt Jörg Seidel national wie international auch auf. Ein einmaliges Vergnügen, eine der Besten des Swing in Bad Waldsee zu hören.

 

Einziger Wermutstropfen an diesem Abend, dass wohl durch eine missglückte und zu kurzfristige Ankündigung zu wenig Zuhörer den Weg zu diesem musikalischen Highlight gefunden haben, was aber die knapp dreißig Zuschauer durch ihre außerordentliche Begeisterung durchaus wett machen konnten.

 

Mit dem Bassisten Tiny Schmauch und Masako Sakai am Klavier war das Trio perfekt besetzt. Der aus Bremerhaven stammende Seidel machte an diesem Abend keinen Hehl aus seinen musikalischen Vorlieben. Das Programm bestand zu einem Großteil aus dem Repertoire des großartigen Nat King Cole, widmete sich Meisterwerken des Scatgesangs und auch eine Hommage an Udo Jürgens gehört für Seidel wie selbstverständlich dazu.

 

„Sweet Lorraine“ als erstes Stück begeisterte in jeder Hinsicht und auch mit „L.O.V.E.“, komponiert vom deutschen Bigband-Leader Bert Kaempfert, zeichneten Seidel als einen herausragenden Jazzsänger aus. Doch er vermochte noch einen draufzusetzen, im wunderbaren „Moody´s mood for love“ von Eddie Jefferson, gab er seine Visitenkarte als Scatsänger von internationalem Rang ab.

 

Immer wieder kam bei Jörg Seidel auch sein grandioses Talent als Entertainer und Anekdotenerzähler durch. So konnte sich das Publikum an seinen Udo-Jürgens-Geschichten kaum satthören, einfach der Hammer! Und diesen Hammer vermochte er in der Jazz-Interpretation vom Gassenhauer von Udo, dem „Ehrenwerten Haus“, dann wirklich noch eine Spur höher zu hängen. Da swingte es bis die Schwarte krachte und Seidel scattete, als wäre der Teufel hinter ihm her. Sowas hat man als Jazzfan höchstens mal vom inzwischen 83-jährigen Willy Johanns gehört. Weltklasse!

 

Mit der Zugabe „Bye Bye Blackbird“, bekannt geworden in einer Version von Miles Davis, ging ein unvergesslicher Jazzabend im neuen Jazzclub in Bad Waldsee zu Ende. Liebe Sigi, lieber Berthold, wir brauchen dringend mehr Jazz in Bad Waldsee!!!

 

Text und Bilder derWALDSEEer Oliver Hofmann

 

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