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Bad Waldsee – Eine beeindruckende Anzahl von über 50 Besuchern war am Sonntagmorgen zur ersten Ausstellung im neuen Jahr in die keine Galerie ins Haus am Stadtsee nach Bad Waldsee gekommen. Pola Polanski alias Annette Haug zeigt eine stattliche Auswahl von über hundert Tuschezeichnungen und begeisterte die von nah und fern zusammengekommenen Kunstfreunde im höchsten Masse.

 

Wieder einmal zeigt sich Axel Otterbach als ein begnadeter Ausstellungsmacher, hat er doch mit Pola Polanski nicht nur eine überregional bekannte Künstlerin nach Bad Waldsee gebracht, sondern auch die ganze Gestaltung der Ausstellung und die Tuschezeichnungen sind wieder ein wahres Gourmet-Menü für jeden Kunstliebhaber.

 

Dr. Herbert Köhler, der weithin bekannte Kunst- und Kulturpublizist hielt die gekonnte Einführung zur Ausstellung. Die 51-jährige Annette Haug nennt sich „Pola Polanski“ oder auch „Amy Hany“, wenn Sie zeichnet oder schreibt. Gelernt hat sie Grafik-Design, ein anschließendes Kunststudium hat sie abgebrochen um Geld zu verdienen.

 

Pola Polanski hat in ihrer Arbeit einen schnellen Arbeits- und Produktionsprozess, was schon in der Menge der ausgestellten Werke dieser Ausstellung in Augenschein fällt. Insbesondere Frauen und Mädchen, oftmals nach Vorlagen aus dem Internet, und auch Selbstportraits werden dargestellt.

 

„Auf den ersten Blick erscheint es einem wie aus dem Modemagazin, aber das stimmt etwas nicht, ist der zweite Eindruck“, so Dr. Herbert Köhler. Blut, Skelett und viel Unheimliches gibt es da zu sehen, „die Mainstream-Ästhetik wird verhunzt“, nennt es Köhler.

 

„Wunschbild, Trugbild und Idealbild trifft sich in den Portraits“ und auch „was jede Kosmetik verdecken soll, legt Pola Polanski wieder frei“, so seine analytische These. Sie arbeitet im Stil von Gottfried Helnwein, Marylin Manson, Manfred Deix oder Roland Topor, es könnte Art Brut, Punk, aber genauso Grunge sein.

 

Für den Betrachter ist es hochspannend in die einzelnen Werke einzutauchen. Dr. Herbert Köhler beschreibt dies als ein „Kipp Phänomen, ob man die Fassade des Schönen oder die Realität des Hässlichen darin sieht, es bleibt dem Betrachter überlassen“.

 

Schon die erste Ausstellung in diesem frischen Jahr ist ein wahres Highlight. Absolut sehenswert!!

 

Die Ausstellung im Haus am Stadtsee, Wurzacher Straße 53, dauert noch bis 25. Februar 2018 und ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

 

Text und Bilder derWALDSEEer Oliver Hofmann

 

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