vs570Bad Waldsee - Minus und Minus gibt Plus - dieses Ergebnis stellte der Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg, Walter Göppel, im Rahmen eines Treffens mit der Umwelt-Gruppe des Gymnasiums Bad Waldsee und der Stadtverwaltung fest. Im Rahmen des „Fifty-Fifty-Projekts“ haben die Schüler es geschafft, 35.473 Kilowattstunden an Wärme einzusparen, was ein Minus von 26 Tonnen CO2 für unser Klima bedeutet. Unterm Strich kommt als Ergebnis ein sattes Plus heraus, und zwar 3053 € - fifty-fifty für Schule und Stadtverwaltung. Bild von links: Hausmeister Günter Föll, Jan Herkommer (Initiator der Umwelt-Gruppe), Brigitte Brenner (Stadtverwaltung), Rektor Dr. Wolfram Winger, Walter Göppel (Energieagentur), Werner Vollmer (Stadtverwaltung), Lukas Bergmann (8a), Neslihan Sinopluglu (K1), Lehrer Thomas Bergmann und Jonathan Trautmann (K1).

 

„Dieses Ergebnis ist sensationell, ihr habt es geschafft 9 % Wärme einzusparen und somit gezeigt, dass die Energiewende möglich ist“, lobte Walter Göppel die Schüler und verdeutlichte die Menge umgerechnet in Liter Heizöl. Das entspricht etwa 3.547 Liter Heizöl pro Jahr. Dies wiederum ist der Verbrauch von drei Einfamilienhäusern älterer Generation. Würden alle Kommunen, Unternehmen und Bürger im gesamten Landkreis Ravensburg es schaffen, ebenfalls jeweils 9 % an Heizenergie einzusparen, wären das 34 Millionen Liter Heizöl. Das entspricht dem Verbrauch von rund 17.000 Einfamilienhäusern - und das nur im Landkreis Ravensburg. Denk man nun deutschlandweit, würde das sogar bedeuten, dass 5,7 Milliarden Liter Heizöl (3 Millionen ältere Einfamilienhäuser) eingespart werden könnten. „Da wird es einem ja ganz schwindlig“, sagt Rektor Dr. Wolfram Winger. Und auch die Schüler sowie der Leiter der Umwelt-Gruppe, Thomas Bergmann sowie Hausmeister Günter Föll waren von diesen Zahlen überrascht. „Da wird es erst richtig deutlich, wie viel überall eingespart werden könnte, wenn alle mitmachen“, so die einhellige Meinung. „Deshalb ist diese Projekt auch ein Leuchtturmprojekt, es ist mir wichtig, es soll funktionieren und vor allem motivieren“, so Göppel, der zudem darauf hofft, dass dieses Projekt viele Nachahmer findet: „hier ist abgucken nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.“

Lehrer Thomas Bergmann kann dies nur bestätigen, denn die Erfahrungen seien überaus positiv. Im Bewusstsein aller Schüler habe sich durch das „Fifty-Fifty-Projekt“, die „Standby-Schulungen“, den Nachhaltigkeitstag, Plakate und Aktionen bereits sehr viel verändert, so Bergmann. Er regte zudem an, in jeder Klasse Energie-Kümmerer aus den Reihen der Schüler einzuführen, genau wie Tafeldienst, nur diese achten darauf, dass das Licht aus gemacht und die Türen geschlossen werden, wenn das Klassenzimmer verlassen wird.

Das „Fifty-Fifty-Projekt“ startete im April 2014, es ist ein gemeinsames Energiespar-Projekt von Schule, Stadtverwaltung und Energieagentur. Zu Beginn wurde ein gemeinsamer Rundgang durch das Schulgebäude gemacht, vom Heizkeller über Treppenhaus, Klassenzimmer bis zum Lehrerzimmer und nach Einsparpotentialen gesucht. Auch die Schüler gingen auf Energiespar-Mission durchs Schulgebäude. Dabei wurden Ideen gesammelt und die Umsetzung gemeinsam mit dem Hausmeister, der Stadtverwaltung und der Energieagentur angegangen.

Im Jahr 2015 wird das Thema Strom eine große Rolle spielen, dies war im vergangenen Jahr aufgrund der Baustelle (Umbau Turnhalle) nicht möglich. „Wir freuen uns schon und werden uns auf die Suche nach Strom-Räuber machen“, so die einhellige Meinung der Schüler.

Pressemitteilung Stadt Bad Waldsee

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