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Bad Waldsee - Nicht wenige der 77 Redner hatten Bauchschmerzen und Bedenken mit dem von der Schwäbischen Zeitung veranstalteten Abend zur Vorstellung aller Gemeinderats-Kandidaten. Nach genau einer Minute Redezeit wurde mit dem Schlag auf den roten Drücker das Mikrofon im vollbesetzten Saal des Hauses am Stadtsee abgeschaltet, immer wieder auch bevor der Redner seine Ausführungen zu Ende bringen konnte. Das Vorstellungsformat ist trotzdem gelungen.

 

 

Wolfgang Heyer, Redaktionsleiter der Schwäbischen Zeitung in Bad Waldsee, erläuterte mit der Begrüßung der Gäste das Procedere. Er selbst fasste sich ebenso kurz wie dies die Schwäbische Zeitung den Kandidaten vorgegeben hatte. Die Listenplätze von hinten nach vorne waren Grundlage der Reihenfolge. Die CDU, welche die meisten Kandidaten stellt, startete, die SPD war dann bei Listenplatz 15 mit dem ersten Kandidaten aufgerufen. Für die vielzählig erschienenen Bürger hatte die Schwäbische Zeitung Notizblöcke und Kugelschreiber ausgelegt, um sich bei der Menge der Vorträge Bemerkungen zu einzelnen Kandidaten machen zu können.

 

Der Phantasie der Kandidaten war keine Grenzen gesetzt. Recht rasch war das große Plus der Redezeit von nur einer Minute erkennbar. Für Fensterreden und „BlaBla" war einfach keine Zeit. Von Phantasie begleitet waren die Auftritte der „Grünen“. Jeder Kandidat hatte bei seiner Vorstellung zur optischen Differenzierung einen grünen Schal umgelegt.

 

Viele hatten sich für diese eine Minute mit einem Konzept vorbereitet. Während sich wenige zu einer freien Rede trauten, stellten sich einige der Kandidaten in Versform vor. Einige Kandidaten redeten auffallend schnell, um die gewünschte Botschaft in einer Minute unter zu bringen. Bei nicht wenigen war dann nach der Rede und dem Verlassen der Bühne ein erleichtertes Lächeln zu sehen.

 

 

Die allseits bekannten Probleme Bad Waldsees wurden angesprochen und aufgezählt. Von städtebaulichem Rahmenplan, über den Sportentwicklungsplan, Parkplätzen, E-Mobilität, Rasthof, Klimaentwicklung bis zu Schulen, Kindergärten, der generellen Arbeit im Gemeinderat, es war alles dabei.

Transparenz, „klare Worte“, „Reibungsflächen braucht die Demokratie“, „Demokratie lebt nur, wenn man mitmacht!“ waren einige der Schlagworte. Das „Brennen“ für Bad Waldsee wurde mehrfach betont.

 

 

Im Vorfeld mit Skepsis beäugt, hat sich die Schwäbische Zeitung zu einem Vorstellungformat der Gemeinderatskandidaten entschlossen, das dem Bürger mehr an Information und Eindrücken ermöglicht als bei einer Podiumsdiskussion. Von einem ursprünglich angekündigten Ranking der Redner hat der Veranstalter erfreulicherweise abgesehen.

 

Bericht und Bilder Wolfgang Weiß

 

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Wolfgang Heyer, bei der Begrüßung im Haus am Stadtsee.

 

 

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Mehmet Türkmen, links, achtete auf die Einhaltung der Redezeit von einer Minute, während Wolfgang Heyer, rechts, die Kandidaten der vorgegebenen Reihenfolge nach aufrief.

 

 

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Nur wenige sind es gewohnt auf einer Bühne zu stehen und vor über geschätzten 200 Zuhörern zu reden. Noch weniger können dies in freier Rede, da ist ein Konzept oder die geschriebene Rede eine große Hilfe.

 

 

 

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