05unterschriftenliste reute

Reute-Gaisbeuren - Die Ortsdurchfahrt der L 285 durch Reute und Gaisbeuren erhitzt schon seit einiger Zeit die Gemüter der betroffenen Anwohner. Betroffen sind nach Ansicht der Verantwortlichen, aber nicht nur die direkten Anwohner sondern auch Familien, deren Kinder die viel befahrene Straße auf dem Weg zum Sportplatz überqueren müssen, ältere Menschen, die Angst haben die Straße zu überqueren und auch Anwohner angrenzender Wohngebiete, die oft lange Wartezeiten beim Auffahren auf die L 285 in Kauf nehmen müssen.

 

Die ohnehin schon stark befahrene Achse zwischen Bad Waldsee und Aulendorf bzw. Aulendorf und der Zufahrt zur B 30, wurde seit dem Herbst 2016 immer wieder als Umleitungsstrecke der B 32 zwischen Vorsee und Altshausen verwendet. 12.000 Fahrzeuge und mehr, davon viele Lkws, rollen täglich durch die recht engen Ortsdurchfahrten von Reute und Gaisbeuren. Eine Anwohnerin berichtet: „Den ganzen Tag, und oft auch nachts, rollen hier Autos und Lkws im Sekundentakt nur wenige Meter an den Häusern vorbei. Viele davon sind nicht mit den vorgeschriebenen 50 Kilometern pro Stunde unterwegs, sondern deutlich schneller.“ Nach eigenen Messungen der Anwohner herrscht hierbei oftmals ein Lärmpegel von mehr als 80 Dezibel.

 

Seit dem 22. November ist die Umleitung der B 32 durch Reute-Gaisbeuren zwar nicht mehr aktiv, wieso auch die erlaubte Geschwindigkeit in der Ortsdurchfaht Reute wieder von 30 auf 50 km/h erhöht wurde, der Verkehr und der Lärm seien aber nach wie vor unerträglich. Ein weiterer Umstand, der die Anwohner in Angst versetze, sei der geplante Ausbau des Gewerbegebiets in Aulendorf, der natürlich auch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der L 285 bedeuten würde.

 

Unter dem Motto „Reute-Gaisbeuren hat ein Lärmproblem. Lärm macht krank.“ haben sich nun einige betroffene Bürger zu einer Bürgerinitiative zusammengetan und haben Forderungen aufgestellt, die sie der Stadt Bad Waldsee vorlegen wollen. Diese Forderungen sollen durch eine Unterschriftenaktion untermauert werden, die heute (05.12.2019) beginnt und bis zum 16.12.2019 andauern soll.

 

Die Bürgerinitiative stellt folgende Forderungen zur Lärmreduzierung entlang der L 285 an die Stadt Bad Waldsee und den Gemeinderat:

a) Blitzer an den Ortseinfahrten von Reute
b) Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 km/h zwischen Spätenhof und Ortsschild Reute
und zwischen Gaisbeuren und Reute
c) Von 22 - 6 Uhr Tempo 30 in Reute-Gaisbeuren
d) Verkehrsinsel und Lärmschutzwand an der Ortseinfahrt Reute von Aulendorf kommend
e) Querungshilfe mit Fahrbahnverengung am alten Sportplatz Reute
f) Kreisverkehr an der Kreuzung zur Eisenfurter Strasse – Elisabeth-Achler Straße

 

„Die Unterschriftenaktion ist kein offizielles Bürgerbegehren oder ähnliches. Sie soll lediglich zeigen, wie viele Menschen sich den Forderungen anschließen.“, berichtet eine der Hauptverantwortlichen Elisabeth Ziegler. Die Forderungen wurden in der zweiten Sitzung der Bürgerinitiative vergangenen Dienstag von 19 interessierten Teilnehmern aufgestellt und formuliert.

 

Die Unterschriftenlisten liegen im Gasthaus Sternen in Reute, sowie in der Metzgerei Frank aus. Außerdem setzt die Bürgerinitiative auch auf den persönlichen Kontakt. Seit heute Morgen ziehen nämlich einige der engagierten Anwohner in Reute und Gaisbeuren von Haus zu Haus und berichten den Nachbarn von der Unterschriftenaktion. Da seit 2014 Jugendliche in Baden-Württemberg ab 16 Jahren auf kommunaler Ebene wählen dürfen, sind auch deren Unterschriften gültig.

 

Unterschriftenliste zum Download

 

 

Bericht und Bild: die Bildschirmzeitung, Leo Seebold

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