17volkstrauerReute - Unter großer Anteilnahme der Vereine und auch der Bevölkerung wurde in Reute der Volkstrauertag begangen. Vom Dorfplatz aus folgten die Vereine sowie der Ortschaftsrat den Klängen der Musikkapelle zur Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul. Hier feierten Pfarrerin Birgit Oehme und Gemeindereferentin Kerstin Ploil einen ökumenischen Gottesdienst. Bild: Die Fahnen von Musikverein, Liederkranz und Kyffhäuser-Kameradschaft senken sich beim "Guten Kameraden" 

 

 

In ihrer Predigt erinnerte die Pfarrerin an die Worte des Propheten Hiob. Er beklagt sein Leid vor Gott und nimmt sein Schicksal an. Oehme wörtlich: „Neben der Literatur und der Musik kann die Religion einigermaßen ausdrücken, welches Leid auf dieser Welt durch Kriege aber auch Terror, Hass und Gewalt entstanden ist und noch geschieht. Unsere Klagen vor Gott sind immer auch ein Gebet“.


In den Fürbitten ging es bei Kerstin Ploil neben dem Gedenken der zahllosen Toten und der Hoffnung auf Frieden hauptsächlich auch um eine Versöhnung unter allen Menschen. Der Liederkranz Reute „Chor Reutissimo“ unter dem Dirigat von Chorleiter Thomas Möller umrahmte diesen Wortgottesdienst mit erhebenden Gesängen. Maria Dobler begleitete an der Orgel Lieder aus dem Gotteslob.


Anschließend versammelte sich die Gemeinde zusammen mit der Musikkapelle und den Fahnenabordnungen der Vereine am Kriegerdenkmal. Nach Gebeten der Pfarrerin erinnerte Ortsvorsteher Achim Strobel an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren: „Mit dem Überfall am 1. September in Polen begann ein unsägliches Leiden und Morden. Die Deutschen führten eine Schreckensherrschaft voller Willkür, Terror und Gewalt. Setzen wir uns weiter für ein starkes Europa, in dem Krieg und Feindschaft keinen Platz mehr haben, aktiv ein“.


Den Mauerfall vor 30 Jahren wertete der Ortsvorsteher als erfreuliches Zeichen am Ende einer Gewaltherrschaft. Er appellierte: „Lassen Sie uns heute für den Frieden bitten und beten. Unseren persönlichen Beitrag leisten wir schon dadurch, indem wir versuchen, aufeinander zuzugehen“.


Zusammen mit Angelika Brauchle und Erich Arzenbacher legte Achim Strobel einen Kranz am Ehrenmal der gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege nieder. Die Fahnen der Vereine senkten sich, als Dirigent Erich Steiner mit der Musikkapelle Reute-Gaisbeuren das Lied vom „Guten Kameraden“ intonierte. Zum Abschluss der Gedenkfeier wurde gemeinsam mit der Musikkapelle die Nationalhymne gesungen.



Bericht und Bilder Rudi Heilig


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