18raibaBad Waldsee - Das macht ja den Unterschied aus zwischen Banken und Raiffeisenbanken: die Raiffeisenbank gehört nicht irgendwem, sondern ihren Mitgliedern. Von den 2531 Mitgliedern der Raiba Reute-Gaisbeuren eG waren am Mittwoch, 17.07. um 19.00 Uhr ca. 250 in die Durlesbachhalle nach Reute gekommen, um den Rechenschaftsbericht „Ihres“ Vorstandes zu hören. Bild (v.l.): Lothar Hanser und Florian Kramer übernahmen den Part des Rechenschaftsberichtes gemeinsam.

 

Nach dem Motto ein satter Besucher ist ein zufriedener Besucher wurden den Mitgliedern in der Durlesbachhalle vom wirtenden Sportverein erst mal ein gut gefüllter Teller mit geschmelzten Maultaschen serviert, Getränke waren auf den Tischen bereitgestellt und für gute Laune sorgte die Band „Verstehen Sie Brass“. Der Bandleader begrüßte die Zuhörerschaft gleich mal zur Hauptversammlung der Anonymen Alkoholiker und hatte damit die Lacher auf seiner Seite, zumal er auch mit einer rosa Shorts und grünen Strümpfen unkonventionell gekleidet war. So war der Grundstein für eine harmonische Versammlung gelegt, die der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Achim Strobel, nach ein paar Zugaben der Band fast pünktlich um 20.00 Uhr eröffnete.

 

An Ehrengästen konnte er den ehemaligen Abgeordneten Helmut Kiefel mit Gattin, Bürgermeister Weinschenk, der aufgrund anderer Verpflichtungen erst etwas später nach Reute kam, begrüßen sowie die Bankkollegen aus Aulendorf, Bad Schussenried, Ravensburg-Weingarten und Altshausen, dazu vom Genossenschaftsverband Jürgen Albrecht, sowie die Vertreter der R+V Versicherung, der Münchner Hypothekenbank, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Franz Bendel sowie den ehemaligen Vorstand Rudi Heilig.

 

Er stellte fest, dass die Versammlung form- und fristgemäß einberufen worden sei und bestellte Anna Heilmann zur Protokollantin. Die Idee Raiffeisens „was einer nicht schafft, schaffen viele“ verpflichtete die Mitglieder der Bank auch zur Treue zu Ihrer Bank rief er der Versammlung zu. Er zitierte auch aus einer FORSA-Umfrage zum Raiffeisenjahr 2018, die feststellte, dass zwei Drittel der Deutschen glauben, dass Genossenschaften für mehr Gerechtigkeit sorgten. Und drei Viertel halten die Wirtschaftsform einer Genossenschaft für zeitgemäß. Strobel dankte den Vorständen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit, stellte fest, dass der Neubau eine Punktlandung gewesen sei, gedachte der verstorbenen Mitglieder und Mitarbeiter und übergab das Wort dann an den Vorstand.

 

Lothar Hanser und Florian Kramer übernahmen den Part des Rechenschaftsberichtes gemeinsam. Und sie hatten für die Raiba Reute-Gaisbeuren nur Gutes zu berichten. Sie legten dar, dass sie im Kerngeschäft erfolgreich waren und eine gute Bilanz vorlegen konnten. Das Wachstum war stärker als bei vergleichbaren Banken. In Zahlen sieht das so aus: Von 2017 zu 2018 stieg die Bilanzsumme von 126 Mio € auf 137 Mio €, der Bilanzgewinn von 303.000 € auf 308.000 €. Eine weitere interessante Kennzahl ist das Gesamtkundenvolumen: es stieg vom 297 Mio € auf 336 Mio €.

 

Alles in allem liegt die Bank besser als vergleichbare Banken, wobei die Niedrigzinsphase deutliche Bremsspuren hinterlässt und ein Ende dieser Talfahrt noch nicht abzusehen ist. Negativ-Zinsen haben die Kunden der Raiba Reute-Gaisbeuren 2019 nicht zu befürchten, obwohl dies aus betriebswirtschaftlichen Gründen erforderlich wäre. Nicht-Kunden, die größere Summen anlegen wollen, werden nicht in jedem Falle angenommen, sondern nur, wenn ihre Einlagen wiederum in Kreditvergaben umgesetzt werden können. Aufgrund der schlechten Zinsertragssituation kommt dem Dienstleistungssektor größere Bedeutung zu. Hier konnte die Bank aufgrund erfolgreicher Kreditvergaben gute Ergebnisse erzielen.

 

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen nach einer Vorwegzuweisung über 150.000 Euro eine Dividende von 4 Prozent vor. Das ergibt eine Ausschüttung von 60.000 Euro. Der Restbetrag soll in Höhe von 30.000 Euro in die gesetzlichen Rücklagen und 68.000 Euro in andere Ergebnisrücklagen zugeführt werden.

 

Neben der erfreulichen wirtschaftlichen Lage gab es aus dem Leben der Raiba viel zu berichten. So wurde die Raiba Reute-Gaisbeuren mit einem zweiten Platz für die Vermittlung von Bausparverträgen und Bauspardarlehen ausgezeichnet. Es wurden wieder interessante Mitgliederreisen durchgeführt und eine neue nach Neuseeland aufgelegt. Hier können Mitglieder und Nichtmitglieder noch Plätze buchen. Der Bank Neubau wurde an einem Tag der offenen Tür würdig gefeiert. Es gab einen Kundennachmittag, die ehemaligen Vorstände konnten das neue Gebäude besichtigen, es gab eine Vernissage mit Bildern von Adolf Liebel, die zugunsten der Waldseer Suppenküche verkauft wurden. Das Online-Geschäft wurde ausgebaut und der Vorstand legte den Mitglieder nahe, von den elektronischen Kontoauszügen regen Gebrauch zu machen und „ihrer“ Bank viele Kosten zu ersparen.

 

Tobias Schips vom Aufsichtsrat verlas den Prüfbericht, der den gesetzlichen Anforderungen entsprach und keine negativen Punkte aufwies. So konnte er die Versammlung gleich über den Bericht abstimmen lassen. Die Versammlung stimmte dem Bericht einstimmig zu. Schips dankte dem Vorstand und den Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und nahm dann die Abstimmung über den Jahresabschluss sowie über die Gewinnverwendung vor. Beides wurde von der Versammlung ebenfalls einstimmig angenommen.

 

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende und Ortsvorsteher Franz Bendel übernahm nach Dankesworten die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die ebenfalls einstimmig erfolgte. Anschließend stand turnusgemäß das Aufsichtsratsmitglied Rudolf Hepp zur Wiederwahl, die ebenfalls einstimmig erfolgte. Hepp nahm die Wahl an und ist somit für weitere 3 Jahre im Aufsichtsrat. Eine Satzungsänderung war aufgrund veränderter gesetzlicher Bestimmungen notwendig. Die Mitglieder wurden im Vorfeld darüber ausführlich informiert und nahmen die Änderung bei zwei Enthaltungen mit großer Mehrheit an.

 

Abschließend würdigte Bürgermeister Weinschenk die geleistete Arbeit. Durch Kompetenz und Marktkenntnis konnte sich die Raiba einen guten Ruf, eine gute Positionierung und damit gute Zahlen erarbeiten. Die Bank sei ein wichtiger Arbeitgeber und leiste viel für die Jugend durch Ausbildungsplätze und sei ein Förderer der örtlichen Vereine. Er wünschte der Bank für die Zukunft alles Gute.

Achim Strobel schloss die Versammlung mit Dank an alle, die zum Gelingen betrugen

 

 

Bericht und Bilder: Erwin Linder

 

 

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