TonArt

Bad Waldsee/Reute - Samstagabend 20 Uhr – Tauwerk im Kloster Reute. Eine außergewöhnliche Lo"K"ation lockt zu einem außergewöhnlichen Konzert. Das Tauwerk hat sich in eine große Bahnhofshalle verwandelt. Eintritt nur mit „Fahrkarte". Am Schalter können jedoch noch Zugkarten erworben werden. Die Begrüßung findet durch das Schaffner personal statt. Sehr herzlich und persönlich.


Im hinteren Teil ist das „Bordrestaurant" eröffnet. Es gibt zu Essen und Trinken. Plötzlich ertönt eine Bahnhofsansage: „Treten Sie zurück, in Kürze wird der Zug einfahren. Wir haben heute keine Verspätung bei den Zügen". „Steigen sie ein, nehmen Sie Platz im Tonartexpress und schließen sie die Türen".

Ein gut 60 Sänger umfassender Chor betritt die Bühne – äh den Bahnsteig. Sie nehmen Platz auf den Koffern. An der Seite die Musik bestehend aus Edi Köhldorfer, Gitarre– bekannt von den berühmten Global Kryners (sie waren erst vor gut zwei Monaten auf Abschiedskonzert in Bad Waldsee, wir berichteten darüber), sowie den Waldseer Bandmitgliedern Rainer Bucher an der Klarinette, Marc Malmer an der Trompete, Gerald Auer – Posaune und Andreas Franz am Akkordeon.

Immer wieder stand ein Teil des Chores als Sologruppe am Rand der großen Gruppe. Entsprechend gekleidet brachten sie dann das Thema des jeweiligen Liedes hierbei rüber.

Beginnend mit dem Lied - „Alles nur geklaut" von den Prinzen kam bereits gute Stimmung in dem überaus gut gefüllten Tauwerk auf. Etwa 400 Personen füllten den Raum mit Flair. Es folgte das Lied „Proud Mary" von Creedence Clearwater Revival aus dem Jahre 1969.

Zwischen den Auftritten von Tonart folgten immer wieder Solopassagen von Edi Köhldorfer auf seiner Gitarre. Gerade erst hat er sein neues Soloalbum „alone at last" veröffentlicht und präsentiert hieraus Stücke. Gerade die Mischung aus Gitarrensolos und Chor machten diesen Abend zu etwas Besonderem.

Es folgten Lieder wie „Über sieben Brücken musst du gehn" ursprünglich von der Gruppe Karat 1978 veröffentlicht aber durch Peter Maffay 1980 im „Westen" bekannt gemacht. Vor der Pause präsentierte man noch das Lied „Voulez vou choucher avec moi" von Lady Marmelade und „Eye of the Tiger" aus Rocky 5 von Survivor.

Nach der Pause lies es sich Edi nicht nehmen seinen Wiener „Schmäh" auszuspielen. Jetzt ist schon das dritte Mal in Bad Waldsee und hat so für sich gedacht, mei ist des schön, das ist eigentlich auch ein schöner Ort hier zu wohnen. Man fühlt sich fast wie in Disneyland.

Auch die Männer durften sich mit einem Solostück präsentieren. Ganz elegant und am Schluss noch mit einer Rose für die Frauen.

Geli Holzmann bedankte sich ganz herzlich bei allen die Ihr Projekt mit unterstützt haben. Sie hat da halt mal wieder eine Idee gehabt und mit ein wenig Überzeugungsarbeit war dann plötzlich ganz viel Enthusiasmus dabei. Dafür gebührt den Sängern/Innen ein ganz großer Dank. Ebenso dankte sie den hervorragenden Musikern sowie dem Licht- und Tonteam – Gerold Kramer und Marten Lehmann.

Besonders erfreut war sie, als Edi ihr zusagte, das Projekt mit zu begleiten und durchzuführen. Eine wirklich gelungene Aktion, die sich auf jeden Fall hören lassen konnte.

Zum Abschluss kam dann der bekannte Song von Peter Schilling von 1982 – Major Tom – oder auch bekannt unter „Völlig losgelöst". Dies war das Lied der neuen Deutschen Welle und Schilling der wohl auch erfolgreichste Interpret aus dieser Zeit.

Das Publikum lies den Chor natürlich nicht einfach so abtreten – gleich drei Zugaben wurden gefordert. Gerne kamen sie diesen auch nach – Eye of the tiger, Über sieben Brücken und natürlich Major Tom wurden nochmal präsentiert.

Angelika 200
Bei Geli Holzmann sah man die Tränen der Rührung als Ihr Ottmar Schwarz zum Dank einen Blumenstrauß überreichte.

Sollten Sie dieses Konzert am gestrigen Abend verpasst haben, so haben sie die einmalige Gelegenheit am heutigen Sonntagabend um 18 Uhr eine weitere Auflage zu erleben.

Treten Sie ein, wenn es heißt - nehmen sie Platz im Tonartexpress. Sie werden es nicht bereuen.

Text und Bilder Steffi Rist

Zum Bildalbum

 

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