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Mittelurbach - Das Fasnetsende im Königstal wurde traditionell im Gasthaus „Rad" in Mittelurbach standesgemäß beim Leichenschmaus (Schwarzwurst, Schinkenwurst und Brot) mit all den zahlreich Gekommenen - darunter auch Bad Waldseer Kurgäste - fröhlich gefeiert.

 

Die Königstäler Narren allen voran ihr Präsident Gerhard Frick, der sich in der Rolle des Fasnetpfarrers wohl fühlte, durften stolz sein auf ihr diesjähriges Fasnetsangebot mit zwei Bällen, dem Narrenbaumsetzen, der Entmachtung der politischen Obrigkeit und dem grandiosen Fasnetsumzug am vergangenen Samstag.

Ortsvorsteher Franz Spehn war genauso stolz, denn auch er bestätigte, dass gut 4000 Menschen ins Königstal gekommen waren, so viele wie noch nie.

Obernarr Gerhard Frick bedankte sich bei seinem Narrenteam für die großartige Gesamtleistung und auch bei all den Helfern und bei der Lumpenkapelle Urbach´l. „Ihr habt alle das riesige Lob verdient, das uns vielseitig ausgesprochen wurde", bekannte er.

Während man andernorts die Fasnet symbolisch verbrennt, versenkt, ertränkt oder sonstwie beendet, pflegen die Königstäler Narren ihre „Fasnet" in einer Truhe ausruhen zu lassen.

Die Fasnet selber wird in Mittelurbach durch zwei Mäschkerle (Alina Nold und Magdalena Bohner) verkörpert. Den Beiden wird zur Stärkung für die lange Pause bis Dreikönig 2016 ein Laib Brot, ein Ring Wurst und dazu ein Schnäpsle gereicht, ehe sie sich in die Truhe legen und der Deckel verschlossen wird.
Zuvor sagen die beiden Fasnetsdarstellerinnen noch zur Freude der umstehenden, wehklagenden Trauergäste ein Sprüchlein auf. Wobei sie verkünden, dass ja nächstes Jahr die „Fasnet" wieder der Truhe entsteigen wird.

Der Trauerzug durch die Gaststätte ist ansehnlich, voraus schreitet Peter Bohner als Mesner und bespritzt die Gäste mit „Weihwasser". Die Königstäler Sammlerkapelle spielt den Trauermarsch und laut klagend jammern die in Trauerkleidung dahinter gehenden Narren „O, jerum, o, jerum, die Fasnet hat a Loch". „Pfarrer" Gerhard Frick hält die Trauerrede und auf seine Litanei-Bitten wird geantwortet „ Nix für uns" oder, „Ja, des isch was für uns". Die Kurgäste können das Lachen nicht mehr unterdrücken. Kaum ist die Fasnetstruhe dann im Nebenzimmer untergebracht worden, erscheint die Trauerschar gar fröhlich wieder, singt und schunkelt genauso wie die Gäste zu den Melodien des Königstäler Fasnachtsduos Matthias Grünvogel und Uwe Fesseler.

Dass dann gleich das Lied „Die Fischerin vom Bodensee" erklang in Anspielung auf das prachtvoll verwirklichte Fasnetsmotto 2015, war fast selbstverständlich. Schlag Mitternacht wurde die Fasnet im Königstal endgültig beendet.

Bericht und Fotos von Rudi Martin

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