Köngistal 

Mittelurbach - Am Samstagnachmittag entwickelte sich die traditionelle Dorffasnet in Mittelurbach wieder zu einem närrischen Topereignis für die ganze Region. Das Wetter war geradezu ideal für die Jahreszeit - auch kein Regentopfen entgegen der Wetterprognose - und so strömten wieder Tausende ins Urbachtal.

 

 

Ganz dicht hatten sich die begeisterten Zuschauer vor allem beim Dorfzentrum in Vierer- und Fünferreihen zusammengedrängt und wurden dort vom Moderator Wolfgang Symelka wortgewaltig über das närrische Umzugsgeschehen informiert. Das gewählte Motto mit einer visionären „Stadtentwicklungsplanung für das Jahr 2030“ erwies sich als Volltreffer. Anregungen dazu hatten die Narren „ohne“ Beraterverträge in Hülle und Fülle ideenreich und aufwändig entwickelt.

 

Seit Jahren hat dieser prachtvolle Umzug das Prädikat „Dorffasnet vom Feinsten und Schönsten“ redlich verdient. Die Resonanz der Zuschauer war entsprechend großartig. Es wurde zu den Rhythmen der Musikgruppen vielfach gesungen, geklatscht und geschunkelt. Übrigens waren erstmals die Zufahrtstraßen zur Umzugsstrecke mit Großfahrzeugen der ortsansässigen Speditionsfirma Robert Wolf - also ohne Betonwälle – gesichert und blockiert worden. Zahlreich hatten sich Hunderte Spaziergänger aus dem Stadtbereich auf den Weg gemacht ins nahe Urbachtal und vermieden so zugleich eine Parkplatznot.

 

Die Macher der Königstäler Fasnet - allen voran beispielgebend Präsident Gerhard Frick mit Familienmitgliedern - hatten in den letzten Wochen keine Mühen gescheut und in vielen Stunden an ihren fantasievolle Kostümen genäht und gebastelt und dazu bewundernswerte, meisterlich geschaffene Wagenaufbauten hergestellt. Das Motto wurde dann auch super umgesetzt. Das bestens gelaunte Publikum belohnte die Aktivitäten der Königstäler Narren mit deutlichen Beifallsbekundungen. Angeführt wurde der 33 Gruppen umfassende große Umzug vom Fahnenträger (Holger Eckerle), dem Büttel (Simon Frick), der Kindergarde (Serena Fesseler) und dem Narrensamen (Kindergarten St. Michael).

 

Etliche der traditionellen, maskenlosen Fußgruppen schwärmten aus in die Reihender Zuschauer. Oft hatten sie kleinere und auch große Wagenaufbauten mitgeführt. Dazu gehörte die Gruppe des Präsidenten Gerhard Frick, der mit ausdauernden AHA-Rufen als Gockel seine Biohühner mit reichlich Futter aus goldenen Töpfen, die sich um Bad Waldsees höchsten Aussichtsturm (Döchtbühl) drehen ließen, versorgte. Für einen Kunstrasen im Königstal - spätesten im Jahr 2030 - warb die Sportler-Gruppe von Carolin Amann. Zu bestaunen gab es die „Fahr-Bar“ der Gruppe Bosch/Altvater. Mit der mobilen Bar könnten die umliegenden Dörfer ohne Wirtshäuser nach einem genauen Zeitplan zukünftig bedient werden. Der Gruppe von Claus Frick lag die Wiedereröffnung einer Geburtenstation mit Kreissaal - falls möglich auch im Königstal - sehr am Herzen. Konne Rothacher belebt zukünftig mit seinem mobilen Marktstand den Waldseer „Weihnachtsmarkt“. Die begleitende wirkungsvoll gekleidete Fußtruppe brachte dazu passend umgetextete Weihnachtslieder zu Gehör.

 

Vorgeführt von Teilnehmern der Gruppe Bohner/Buschbacher wurde die Landung eines sich blitzschnell drehenden UFO-Objekts auf der „Landebahn Königstal 2030“ aufgezeigt. Für die Gruppe Knitz/Riegger war es ganz selbstverständlich, dass ihre „Balla Balla Bar“ dem Rotlichtmilieu angepasst werden muss. Das „Rote Rad“ lockt dann künftig die Freier hierher. Ganz im Sinne von Eingliederungsbemühungen hatte die Gruppe Fluhr/Steiner als „Knastis“ nach gutherzigen, aufnahmebereiten Familien die Suche aufgenommen. Mitglieder der Gruppe Nold/Sonntag freuten sich über das zahlreiche Angebot von Tanksäulen für ihre E-Autos. Ein ganz modernes Drohnenpaketlager im Königstal dient den DPL-Zustellern der Gruppe Ralf Frick künftig für die eilige Express-Belieferung. Dass es 2030 ein Prachtschiff für die „hinkende“ Seniorengruppe Ü70 auf dem Stadtsee geben möge, dafür warb die Gruppe von Caro Amann. Die Gruppe von Matze Grünvogel besiedelte ganz aktuell als Wolfsrudel den „National-Park Waldsee“. Ausgesprochen naturnah belebte die Gruppe von Birgit Kolodziej mit ihren wunderschönen Pusteblumen die neu zu schaffende Waldseer „Festwiese“.

 

Für eine qualitativ hochwertige Müllentsorgung sorgen auch ab 2030 die „Müllputzer“ der Gruppe Mütz/Wolz. Sie demonstrierten augenfällig, wie das geschehen soll. Die „Geblisberger“ (Gruppe von Samuel Vogel), seit vielen Jahren dabei, hatte sich spontan entschlossen, eine „Bürgerbegleitung“ anzubieten. Zukunftsvisionen zu Olympia entwickelten die Minis von St. Peter als Synchronschwimmer. Die Ministrantenschar unter Leitung von Niklas Schad feierte dee Umzugs-Premiere recht ausgelassen. Stets dabei mit prächtiger Kostümierung ist die Waldseer Fasnetsgruppe von Brigitte Baumann. Dieses Mal gab sich die Gruppe ganz olympisch Auch der Jamaika-Olympia-Bob (Gruppe Feldmann) wurde mit viel Applaus bedacht wie auch die weiteren Gastgruppen „Aachtalgoischter“, bekannt als Wassermer Gruppe, die „Schorlehexa“ (Gruppe Marion Vogel) und die „Neger“ mit ihren unzähligen Schokoküssen (Fußballer SV Reute/ Sven Sürgand).

 

Für närrische Klänge und Schunkelmelodien sorgten ganz fleißig die Stadtkapelle Bad Waldsee, die Musikkapellen aus Haisterkirch und Molpertshaus, die Musikband „Katzenwäldele“ aus Bergatreute, die heimische Lumpenkapelle Urbach'l. und erstmals auch der Fanfarenzug Bad Wurzach sowie die Musikgruppe „Spots“ aus Otterswang



Bericht und Bilder Rudi Martin



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