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Michelwinnaden - Seit 100 Jahren gibt es den Musikverein Michelwinnaden und das war dann auch Anlass dafür, den Geburtstag des rührigen Vereins das ganze Jahr über zu feiern. Am Samstagabend fand die dritte Veranstaltung in der Festfolge 2014 statt. Es war ein Wunschkonzert ganz nach dem Geschmack des Publikums.


Der Vorsitzende Johannes Hepp freute sich, dass auch diese Veranstaltung so großen Widerhall in der Bevölkerung gefunden hat. Der Burgsaal war bei seiner Begrüßung schon voll besetzt. Auch Bürgermeister Roland Weinschenk befand sich unter den Gästen, die in großer Zahl aus nah und fern gekommen waren. Das Stadtoberhaupt schätzt das bürgerschaftliche Engagement im kleinsten Stadtteil besonders. Man bedenke nur, dass das 600 Seelen-Dorf über ein 42-köpfiges blasmusikalisches Ensemble – in Relation zu den anderen Dörfern sicher ein Rekord – verfügt.

Verstärkt wurde die Musikkapelle Michelwinnaden an diesem Abend durch Ingrid Maucher (Perkussion) und Ralf Peter Steinmayer (Flügelhorn) von der Stadtkapelle Bad Waldsee.

Ein Dutzend anspruchsvolle, interessante Musikstücke hatte Dirigent Gerald Auer für den Wunschkatalog ausgesucht und alle fanden dann auch reichlich Absatz und Anklang. Ganze Pakete vor allem von Geschäftsleuten aus dem nahen Umkreis waren gewünscht worden.

Es passte alles bei diesem Wunschkonzert: die frühlingshafte Dekoration auf den Tischen, die historischen Poster an den Wänden und vor allem die souveräne, prägnante Moderation der charmanten Sprecherin Carmen Hoh.

Die Namensnennung aller Spender erfolgte durch den flotten, kurzweiligen Vortrag der beiden Jungmusikanten Corinna Oberhofer und Matthias Preiß.

Musikalisch eingestiegen in das Wunschprogramm wurde traditionsgemäß mit einem Konzertmarsch. „Abel Tasman", komponiert von Alexander Pfluger, konnte durch stilvolle Klangkompositionen Träumereien vom fernen australischen Kontinent wecken. Nicht fehlen durfte die Marschpolka „Jubiläumsklänge", ein Stück des oberschwäbischen Komponisten Peter Schad. Aus seiner Feder stammt auch die „Kuschelpolka", die Gerald Auer besonders hingebungsvoll dirigierte. Dass das Michelwinnader Ensemble durchaus in der Lage ist, ihren klassischen Instrumenten auch spritzige, südländische Klänge zu entlocken, demonstrierten die Musiker bei „O Vitinho" ,einem portugiesischen Marsch. Auch bei der Konzertpolka „Ein halbes Jahrhundert" wurde die frohe Stimmung musikalisch in den Burgsaal getragen.

Mit den Medleys „Abba Gold" (Songs der berühmt gewordenen schwedischen Popgruppe), „ Liverpool Sound Collection" mit bekannten Poptiteln der Beatles, „Udo Jürgens live" , „Rock it" (beide arrangiert von Kurt Gäble) zelebrierten die Akteure hochkonzentriert Musikfolgen, die durch die lebendige, freudvolle Interpretation - erkennbar in allen Registern - in der Publikumsgunst besonders gut ankamen. Die Medleys lagen auch in der Wunschliste ganz vorne und wurden nur vom Abendsieger und zwar durch den Marsch „ Dem Land Tirol die Treue" übertroffen. Dabei bewiesen die Musizierenden, dass sie auch sangesstark sind . Auch die Besucher wurden zum Mitsingen animiert.

Böhmische Klänge durften selbstverständlich auf der Wunschliste nicht fehlen. Sie kamen mit dem „Egerländer Musikantenmarsch" (Marsch von Ernst Mosch) und einer weiteren Polka „Südböhmische Polka" Arrangement von Franz Bummerl) zu Gehör. Die Musikkapelle „Concordia" machte ihrem Namen alle Ehre. Denn der harmonische Klangkörper erfüllte nicht nur die Erwartungen des Publikums sondern auch des Dirigenten Gerald Auer. Am Ende des Konzerts machte er seinen Musikern ein Kompliment: „Es macht richtig Spaß, mit euch zu proben" . „Die Kapelle hat gewonnen", ergänzte er, bevor die geforderten zwei Zugaben schmissig und wohlklingend intoniert wurden. Das Wunschkonzert endete mit einem wahren musikalischen Feuerwerk, das vom Publikum mit großem Beifall honoriert wurde.

Vorstand Johannes Hepp bedankte sich bei allen, die zum großartigen Gelingen auch dieser Veranstaltung beigetragen hatten und erinnerte an die nächsten anstehenden Veranstaltungen im Jubeljahr: am 10.Mai mit dem Festbankett in der Stadthalle und an das dreitägige Burggrabenfest am letzten Juni-Wochenende.

 

Bericht und Bilder Rudi Martin

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