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Michelwinnaden - Strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen begleiteten die Michelwinnadener Dorffasnet. Schon am Aufstellungsort war klar, das wird ein genialer Umzug, so zahlreich waren die guten Idee und deren Umsetzung, manche lang geplant, manche ganz spontan, aber alle originell. Gegen 13:30 kam dann das „Startzeichen" der Musikkapelle und los ging´s.

 

Zunächst noch etwas beengt durch die Heckengasse wurde der Umzug von der Nachwuchsgarde angeführt und dann kamen sie Schlag auf Schlag, ob ihrer Masse schon fast beängstigende Sumoringer, gefolgt von umso grazileren „Erdbeeren" mit den dazugehörigen Erdbeerpflückern (Landjugend) dann zeigt sich Miwi ganz up-to-date mit der leider bisher auf Bobbycars beschränkten car-sharing-Idee nach dem Motto: „So ein Ding - In Winiga gibt's Carshäring!".

Auch die freiwillige Feuerwehr zeigte, dass sie außer ihrem derzeitigen Einsatzfahrzeug noch einen Oldtimer immer einsatzbereit hält. Der „Leiterwagen", im wahrsten Sinne des Wortes, begleitete unter großem Gepolter den Umzug, passte durch jeden Engpass und war dem Feuerwehrnachwuchs ein willkommenes Fortbewegungsmittel. Die Mode von morgen war ebenso präsent wie zahlreiche Indianer und auch der Prinz mit seiner weitgereisten Garde war mit von der Partie. Die dieses Jahr erstmals anwesende„zauberhafte Prinzessin" hatte ihren Auftritt einer verlorenen Wette zu verdanken und setzte nach anfänglichem Hadern mit der Rolle, diese geradezu perfekt um.

Die Schlümpfe mit dem rotbemützten Oberschlumpf, Weltraumbewohner und elegante Kermitfrösche aus der Muppetsshow bevölkerten die Gassen und selbst die zahlreichen entsprungenen Häftlinge verbreiteten weder Angst noch Schrecken, da mehrere Polizistinnen mit Handschellen für harte und weiche Fälle die Situation immer im Blick und im Griff hatten.

Nach verschiedenen Stationen der Stärkung, ohne die sich solch ein Umzug fast nicht bewältigen lässt, dem einen oder anderen Ständchen für die Senioren unter den Zuschauern, die am Wege wohnen, trifft ein Großteil der Akteure nach ca. 2 Stunden, manche schon etwas fußlahm und deshalb zur größeren Pause an der „Bank" gezwungen, erst nach 3 Stunden wieder in der Burg ein. Hier stehen für die Kinder kostenlos Leberkäswecken bereit, für alle wird das Kuchenbüfett eröffnet und die Musikkapelle marschiert im Saal ein, um auf der Bühne mit allen bekannten Fasnetsliedern den Auftritt der Nachwuchsgarde zu begleiten. Der begeisterte Applaus des närrischen Publikums galt allen Akteuren.

Bemerkenswert war der Anteil der Jugendlichen sowohl bei der Kapelle, bei der mehr als die Hälfte unter 17 Jahre alt gewesen sein dürfte, als auch bei den Umzugsteilnehmern. So kann man getrost die nächste Fasnet abwarten, die Begeisterung für den Umzug ist überall zu spüren und vor allem: die Ideen gehen Winigern nicht aus.

Eine glückselige Fasnet an einem traumhaften Tag.

Bericht und Bilder von Frieder Skowronski

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