13michelwinnadenMichelwinnaden - Wenn der Musikverein Concordia Michelwinnaden“ am Vorabend des 3. Advents sein Jahreskonzert im Burgsaal abhält, muss man sich sputen, denn schon geraume Zeit vor Konzertbeginn sind alle Plätze im Saal wie im Foyer voll belegt.

Gut 200 Zuhörer waren zum Jahreskonzert 2016 gekommen. Viele waren gespannt darauf, wie die neue Dirigentin Karin Michele-Klösges den ersten Auftritt bei einem Jahrskonzert meistern wird. Bekanntlich hatte vergangenes Jahr der langjährige Dirigent Gerald Auer seine Abschiedsvorstellung mit zahlreichen blasmusikalischen Leckerbissen gegeben.

Um es vorwegzunehmen: Karin Michele-Klösges hatte allein schon mit dem Motto „ Classic meets Pop“ eine Programmfolge vorgegeben, die beim Publikum bestens ankam. Ihr war es nach intensiven Proben zudem gelungen, das 48-köpfige Ensemble für diesen Ausflug in die weit gespannte blasmusikalische Welt zu begeistern. Voll konzentriert und mit großem Eifer und Können bewältigten die Musiker die ausgewählten Stücke, die durchweg den Schwierigkeitsgraden der Mittel- und Oberstufe entsprachen. Nach dem Konzert beglückwünschten Ortsvorsteher Frieder Skowronski, der auch Bürgermeister Roland Weinschenk vertrat, und Pfarrer Thomas Bucher die Dirigentin zu dem überwältigenden, beifallumrauschten Jahreskonzert 2016. Beide merkten an: „Mir hat es sehr gut gefallen. Das war eine reife Leistung“

Der 1.Vorsitzende Johannes Hepp begrüßte die Gästeschar. Er freute sich darüber, dass auch  so viele  Vertreter befreundeter  Vereine  gekommen waren. Die Ansage und Moderation hatte Martina Nunnenmacher in gewohnt routinierter Weise übernommen. Auf charmante und kurzweilge Art versorgte sie das Publikum mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Stücken.

Im  Konzertteil I vor der Pause mit fünf klassischen Werken bewiesen die Musiker und dies in allen Registern, dass sie Klassisches und Sinfonisches durchaus gefällig zu intonieren verstehen. Hingebungsvoll und sicher dirigierte die neue musikalische Chefin.

Zum Auftakt erklang festliche Musik mit dem Titel „Festmusik der Stadt Wien“. Richard Strauß hatte das Stück 1943 dem Wiener Gemeinderat  gewidmet für die Verleihung des Beethoven-Preises. Bei der Komposition „The Witch and the Saint“  ( „Die Hexe und die Heilige“) wird eine der dunkelsten Geschichte des Mittelalters von Steven Reineke musikalisch beschrieben. Besonders gefordert waren die Schlagzeuger, die alle Taktwechsel bravourös meisterten.

Schwungvoll und schmissig wurden zwei Märsche vorgetragen. Dazu gehörte der „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik, dessen Komposition zu einem der meist gespielten Märsche auf der ganzen Welt wurde. Beim Konzertmarsch des Komponisten Josef Ullrich mit dem Titel „Astronauten-Marsch“ war Oberstufenniveau gefordert, das mit großem Können bewältigt wurde. Zum klassischen Repertoire gehörte ein Konzertwerk von Franz Schubert „Zwischenaktmusik Nr. 2 aus Rosamunde“, das ebenfalls leistungsstark interpretiert wurde.

Nach der Pause, in der die Besucher sich mit den obligatorischen Wienerwürstchen stärken konnten, widmete sich die Musikkapelle ganz der Popmusik. Gestartet wurde mit dem Konzertwerk „ African Symphony“ von Van McCoy. Der Sound ist bekannt geworden unter dem Serientitel „ De Haske New Sounds for Concert Band“ und besticht als heitere, lebendige Kompostion.

Der Song „Purple Rain“ des amerikanischen Musikers Prince wurde in den 1980er Jahren weltberühmt. Der Arrangeur Heinz Briegel hatte den Erfolgstitel für Blasorchestter bearbeitet und dazu auch ein Solo für  Alt-Saxofon hinzugefügt. Carolin Käppeler war eigens für den Solovortrag auf einen Hocker geklettert, brillierte glänzend mit sauberen Saxofon-Klängen und erntete Riesenapplaus, während die Kapelle als Rockband begleitete.

Heftiges Beifallklatschen und Bravo-Rufe galten dann auch Franz Schwägler und Tochter Franziska für ihr Glanzleistung  beim volkstümlichen Solostück „Silberne Trompeten“ von Zdenek Gursky.

Mit dem Filmmusiktitel „The Last oft he Mohicans“ von Trevor Jones und dem Medley „Deep Purple Medley“ von Toshihiko Sahashi zeichneten sich nochmals alle Register aus und beendeten  ein wunderbares Konzert. Minutenlanger  Applaus der begeisterten Gäste forderte von den Musikern mehrere Zugaben. Dirigentin Karin Michele-Klösges hatte dies wohl geahnt und vorgesorgt. Mit dem Marsch „Zum Städtel hinaus“ von Georg Meissner und der anmutigen Ballade „A Herz wie a Bergwerk“, arrangiert von Kurt Gäble, wurden die Zugabewünsche gerne erfüllt.

 

Im Rahmen des Jahreskonzerts wurden verdiente Musizierende des Musikvereins „Concordia“ geehrt. Der stellvertretende Vorsitzende des Blasmusikkreisverbands Ravensburg Klaus Wachter nahm die Auszeichnungen vor.  Zuvor bekannte er sich als Fan der Michelwinnader Kapelle und lobte die musikalische Gemeinschaft ob ihres Engagements, ihrer Spielfreude und der gezeigten Bandbreite. „Es hat Spaß gemacht, euch zuzuhören“ fügte an.

 Die einzelnen Musiker wurden von ihm vorgestellt und deren besondere Leistungen gewürdigt. Ausgezeichnet mit den entsprechenden Ehrenzeichen und Urkunden wurden Matthias Preiß für10 Jahre aktives Musizieren, Eva Schilling, Patricia Rösch, Dominik Käppeler Petra Haug und Vanessa Brauchle für 20 Jahre , Klaus Preiß für 30 Jahre und als Rekordhalter  Guido Lemmle für 50 Jahre. Eine besondere Auszeichnung gab es dazu für Margit Spehn, die die Fördermedaille in Gold für 20-jähriges Ehrenamt in der Vorstandschaft als Schriftführerin überreicht bekam.

Prasselnden Applaus gab es dann nochmals für die musikalische Leiterin Karin Michele-Klösges und auch für den Vorsitzenden Johannes Hepp, als den Beiden Dankespräsente des Vereins überreicht wurden.  Einen besonderen Dank richtete der Vorsitzende Johannes Hepp an die Gastmusiker Monika Amann, Marianne Kugler ( beide Posaune), Ralf-Peter Steinmayer und Christine Auer (beide Horn) Uwe Auer (Bass), und Florian Heine, Markus Sigg, Alfred Merk (alle Schlagzeug). Sie hatten großen Anteil am wunderbaren Gelingen dieses Jahreskonzerts.

 

Text und Bilder: Rudi Martin

 

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