K800 IMG 1024Baindt/Michelwinnaden - Am vergangenen Samstag luden die Landfrauen zu einer Hubertusmesse in die Kirche nach Baindt. Die Vorsitzende Doris Sonntag hat diese gemeinsam mit Pfarrer Staudacher, der seit 1 ½ Jahren in Baindt als Seelsorger ist und selbst Jäger ist organisiert. Die Kirche war bis auf den letzten Platz ausgefüllt. Nicht zuletzt trugen hier sicher der Kreislandfrauenchor unter der Leitung von Doris Rapp und den Jagdhornbläsern aus Michlwinnaden unter der Leitung von Eugen Keppeler bei.

 

Begonnen wurde dieser Gottesdienst mit einer Gedenkminute anlässlich des Terroranschlages in Paris. Auch hier geht die Betroffenheit nicht spurlos an den Menschen vorüber.

Warum Hubertusmessen? Es ist wichtig dass auch Nichtjäger daran teilnehmen können und somit Jäger nicht als elitäre und sich von der Gesellschaft abkapselnde Kleingruppe verstehen.

Da Pfarrer Staudacher selbst Jäger ist, fällt es ihm auch nicht schwer die richtigen Worte in der Predigt zu finden. Daher haben auch die Gedanken über Sinnverständnis der Jagd und das Selbstverständnis des Jägers durchaus ihren Platz in der Hubertuspredigt.

Gerade die Jagd hat sehr wohl etwas mit Naturschutz und Ethik zu tun. Die Natur ist uns allen anvertraut. Daher sind die Jagd im Einklang mit dem Naturschutz da um eine vielseitige, artenreiche Umwelt zu erhalten und die gemeinsamen Interessen zu wahren. Differenzen zwischen Jagd und Naturschutz bestanden vor allem in der angestrebten Zielvorstellung – eine totale Schonung der Tiere oder Erhaltung der Bestände von jagdlich genutzten Tierarten, die weiterhin jagdlich genutzt werden können. Solche Konflikte waren und sind nicht notwendig. Jagd und Naturschutz müssen die Bewahrung der Vielfalt in der Natur als gemeinsames Ziel erkennen und daraufhin zusammen arbeiten.

Oft heißt es, Wildbestände würden von der Natur selbst gesteuert und geregelt und der Jäger sei dabei nicht notwendig und sogar störend. Richtig ist, dass die Natur ohne Jäger aber auch ohne Naturschützer und generell ohne Menschen auskommen kann.

Die Möglichkeit für den Jäger, im Sinne des Naturschutzes zu wirken, sind vielfältig. Wer mit offenen Augen und Ohren sein Revier durchstreift, wird manche Möglichkeit entdecken, um oft auf einfachste Weise über die Hege seines jagdbaren Wildes hinaus für die Erhaltung der Vielfalt in der Natur beizutragen.

Wildtiere als Naturerbe auf Dauer zu erhalten und möglichst schadensfrei in unserer Kulturlandschaft einzubinden, setzt die Erhaltung und den Schutz ausreichend großer Lebensräume voraus.

Dafür ist aber nicht nur der Jäger, sondern sind alle Menschen verantwortlich, die den Lebensraum des Wildes nutzen. Ohne unsere Rücksichtnahme geht es nicht. Die Zusammenarbeit von Jägern mit Naturschützern ist wichtig, denn gemeinsam können wir unser gemeinsames Ziel leichter und rascher erreichen.

Doris Sonntag trug passend hierzu die Fürbitten vor. Die Jagdhornbläser gestalteten den Einzug, das Kyrie, das Sanctus, die Kommunion und den Auszug. Gloria, Gabenbereitung, Agnus Die wurden vom Kreislandfrauenchor gestaltet.

Text und Bilder von Steffi Rist

 

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