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Haisterkirch - Beim gut besuchten Gottesdienst in der Haisterkircher Pfarrkirche am heutigen Dreikönigstag - ein gesetzlicher Feiertag nur noch in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt - gestalteten die Haistergauer Sternsinger altem Brauch zufolge die Eucharistiefeier mit.

 

Pfarrer Stefan Werner verstand es anschaulich und einprägsam, den Sinn der Aussendung und Segnung der Sternsinger zu erklären und zu deuten. Jedem einzelnen Stersingerkind legte er die Hände auf und bat um den Segen Gottes für die Kinder.

Diese hatten an diesem Feiertag eine besondere Rolle übertragen bekommen. Denn wie schon vor 500 Jahren, als Schulkinder mit ihrem Lehrer von Haus zu Haus zogen und Lieder von der Geburt Jesu und seinem Leben vortrugen, den Segen für Haus und Menschen erbaten, geschieht das heute wieder. Nach dem Krieg wurde das Brauchtum in Deutschland durch schlesische Flüchtlinge wiederbelebt. Auch die Segensbitte „C * M * B" wurde umgedeutet und steht nicht mehr für Caspar, Melchior, Balthasar sondern für „Christus mansionem benedicat", auf Deutsch: Christus segne dieses Haus und natürlich alle, die darin ein- und ausgehen.

Die Sternsingeraktion - heutzutage eine der größten Hilfsaktionen überhaupt –dient nicht nur dazu, Segen zu bringen sondern auch Segen zu sein.

Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „Segen bringen, Segen sein", wie Pfarrer Stefan Werner verkündete, sollen die gesammelten Geldbeträge armen Kindern dieser Welt helfen, ordentlich ernährt zu werden und nicht Hunger leiden zu müssen. Vorwiegend soll 2015 ganz besonders philippinischen Kindern geholfen werden.

Die prächtige Gewandung (Kaspar, Melchior, Balthasar und Sternträger), die an die „ drei Weisen aus dem Morgenland" ( drei Könige) erinnert, gefiel sicher allen Gottesdienstbesuchern. Auch die syrischen Flüchtlingsfamilien, die vom Pfarrhaus aus das Brauchtumsgeschehen verfolgten, winkten freundlich den Sternsingern und ihren Begleiterinnen zu. Diese erwiderten mit ebenso freundlichem Zurückwinken den Gruß.

Ein „Vergelt's Gott" richtete Pfarrer Stefan Werner an die fünf Sternsingergruppen und die betreuenden Helferinnen, denn schließlich hatten die ja bei ihrem caritativen Einsatz auch einen anstrengenden Tag beim Gang durch die Ortschaften des Haistergaus vor sich. Erfreuliche Einsicht hatte wohl auch Petrus, der für Sonnenschein und angenehme winterliche Temperaturen gesorgt hatte.

Bericht und Bilder von Rudi Martin

 

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