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Haisterkirch - Schon am Silvesterabend wanderten einige Hundert Menschen, sie kamen von nah und fern, hinauf zur St. Sebastianskapelle. Es waren Menschen, darunter viele Familien, die sehr dankbar dafür waren, dass das Team „Ökumene im Ort Haisterkirch" zum Jahreswechsel wieder Zeichen zur Besinnung und inneren Einkehr angeboten hat. Der Lichterweg mit 200 in Gläsern brennenden Kerzen vom Waldbeginn bis hinauf zur Kapelle beeindruckte sehr.

 

Die geistlichen Impulse von Pfarrer Stefan Werner, die ausgelegten Flyer zur Engelsbetrachtung (Großskulptur der Künstlerin Susanne Allgaier), Gebete und Lieder stellten ein Kontrastangebot dar gegenüber der üblichen Begrüßung des Neuen Jahres mit Feuerwerk, Lärm und Festlichkeiten .

Ein Ravensburger Ehepaar, das seit Jahren zu diesem Ereignis des Besinnens auf das vergangene und zukünftige Jahr nach Haisterkirch kommt, bewundert die Initiative der Ökumene-Gruppe mit den Worten: „Das ist einmalig und großartig, was hier zum Jahreswechsel angeboten wird". Erstaunt war das Paar auch über die „ reinste Völkerwanderung", die vom Einbruch der Dunkelheit bis Mitternacht anhielt. Auch Hermann Kemmler, der bekanntlich für alle Stationen kleine Kupferlaternen angefertigt und gestiftet hatte, gehörte zum Pilgerstrom und hatte zwei größere Laternen dabei, die jetzt den Eingangsbereich zieren.

Um 23.30 Uhr waren in der Kleinkirche alle Plätze besetzt bei der besinnlichen Feier mit Aus-und Rückblick zur Jahreswende. Das Neue Jahr wurde dann auf Bad Waldsees höchster Höhe mit Glockengeläute, einem Lagerfeuer neben der Kapelle und heißem Getränkeangebot freud- und erwartungsvoll begrüßt.

Ein aufrichtiges Dankeschön drückten viele der Kapellenbesucher gegenüber den Initiatoren und Organisatoren des „Lichterwegs" aus, nämlich den Familien Merk, Ruf, Spieler und Ulmer. Ihr Text in den zur Mitnahme ausgelegten Flyern drückte all das aus, was sich viele Menschen zum Jahreswechsel wünschen:

 

„Möge Gott, der die ganze Welt in Händen hält, uns alle begleiten mit seinem Segen.
Möge unsere Angst und Ungewissheit sich in Hoffnung und Zuversicht wandeln.
Mit dieser Hoffnung und Zuversicht lasst uns ins Neue Jahr hineingehen."

 

Dankbar wurde auch registriert, dass Kapellenmesner Hans Wirth und Ehefrau Theresia das ganze Jahr über für die Reinigung und den Schmuck der Sebastianskapelle sorgen und auch die vielen Opferkerzen nachlegen. Dass der Weg nach „Bastiane" von den Schneemassen befreit und dazu sauber mit Sand bestreut worden war, wurde allseits gelobt. Der besondere Dank galt hier den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs.

Auch am Neujahrstag brannten den ganzen Tag über die Opferkerzen in sämtlichen Halterungen vor dem Altarraumgitter, hinter dem dazu noch die Skulptur des „Lichtengels" aufgestellt worden war. Zahlreiche Pilger und Spaziergänger kehrten in dem „Kirchlein in Einsamkeit" ein, meditierten, beteten und brachten ihre Anliegen (Hilfe und Dank) teilweise auch noch in schriftlicher Form im Wallfahrtsbuch zum Ausdruck.

An diesem sonnigen 1. Januar war auf dem Gang durch den Wald entlang des Stationenwegs eine wohl seltene, herrliche Schneelandschaft zu bewundern. Schon am Tag danach fiel die „Hagelfeiere" der Hittelkofener Beterinnen und Beter im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Der Regen ließ diesen Wallfahrtsbrauch nicht zu. Etwa einen halben Meter hoch war die Schneedecke bei der Sebastianskapelle am Neujahrstag. Jetzt sind es nur noch etwa 10 cm. Die Hoffnung besteht, dass bis zum Sebastiansfest am 20. Januar wieder bessere Wetterverhältnisse sind als momentan.

Bericht und Bilder von Rudi Martin

 

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