14schreinergesellenBad Waldsee-Haisterkirch - Zum neunten Mal in Folge konnten im Haisterkircher Klosterhof und dazu im Wangener Berufschulzentrum am Samstag (13. Juli) die Gesellenstücke der Absolventen 2019 des Schreiner- und Tischler-Handwerks besichtigt und bestaunt werden.

 

Den insgesamt 48 Auszubildenden im Schreiner- und Tischlerhandwerk wurden an diesem Samstag die vorläufigen Prüfungszeugnisse ausgehändigt. Nach Haisterkirch waren die 31 Absolventen, die ihre schulische Ausbildung jetzt an der Gewerbeschule Ravensburg abgeschlossen haben, eingeladen worden. Sie stammen aus den Landkreisen Biberach, Friedrichshafen, Ravensburg und Sigmaringen. Dazu kommen noch die 17 Absolventen der Gewerbeschule Wangen. Sie kommen in der Regel aus dem Allgäu. Die Schreiner-Innung Ravensburg kann sich folglich auf neue Gesellinnen und Gesellen in ihrem Bezirk freuen, denn alle haben die Prüfungen bestanden


Die Überreichung der Gesellenbriefe an alle diesjährigen erfolgreichen Prüfungsteilnehmer aus dem gesamten Innungsbezirk Ravensburg wird wieder im Rahmen eines feierlichen Aktes im Wolfegger Bauernhausmuseum erfolgen. Obermeister Michael Bucher von der Schreiner-Innung Ravensburg und der Prüfungsvorsitzende Klaus Wachter (Innung Ravensburg) händigten in Haisterkirch den 31 Prüflingen ihre vorläufigen Prüfungszeugnisse aus. Ihre Lehrkräfte der Beruflichen Schule Ravensburg gehörten zu den ersten Gratulanten.


Besonders viel Beifall gab es für Klaus Wachter, der ein Jubiläum feiert. Denn er ist seit 30 Jahren Prüfungsvorsitzender und hat seither über 1500 Prüfungen abgenommen. „Eine Superleistung“, bekräftigte Michael Bucher. Der betonte in seiner Ansprache, dass den Absolventen in ihrem gewählten Berufsweg noch viele Möglichkeiten offen stehen und dass sich die berufliche Weiterbildung lohne. Er warb dafür, die Angebote zur Fort- und Weiterbildung anzunehmen und wies auf die Aufstiegsmöglichkeiten im Berufsfeld Schreiner und Tischler hin. Den Absolventen empfahl er, an den Wettbewerben im regionalen Bereich wie auch auf Landes- und Bundesebene teilzunehmen. „Ihr könnt stolz auf eure Ergebnisse sein, die durch die heutige Präsentation der praktischen Prüfungsarbeiten ganz hervorragend zur Geltung kommen“, lobte er die Absolventen.


Ihn freute es, dass der Gesamtschnitt aller vorläufigen Prüfungsbescheinigungen mit einem guten Notendurchschnitt nachgewiesen werden konnte. Die Gesellenstücke weisen auf eine solide, gute Ausbildung hin. Erfreulich sei auch, dass alle bestanden haben. Er dankte den Lehrkräften, den Ausbildern in den Betrieben und der Prüfungskommission. Besonderen Grund zur Freude hatte Simon Krumm (Ausbildungsbetrieb Jürgen & Matthias Kaiser, Horgenzell) als ihm mitgeteilt wurde, dass er mit einem Einser-Schnitt Jahrgangsbester geworden ist.


Zu den Gratulanten gehörten wie in all den Jahren zuvor der Bad Waldseer Bürgermeister Roland Weinschenk und Ortsvorsteherin Rosa Eisele. Bei den Verantwortlichen der Stadt und Ortschaft bedankte sich Bucher für das stets gezeigte Interesse an dieser handwerklichen Leistungsschau und für das Entgegenkommen. In den wunderschönen barocken Räumen und Gängen des Klosterhofs kommen die prächtigen Gesellenstücke auch bestens zur Geltung. Zur aktuellen Debatte um die Klimapolitik merkte Bucher an: „Wir Handwerker leisten aufgrund unserer regionalen Vermarktung ( keine langen Fahrwege - heimisches Holz) schon immer einen Beitrag zum Klimaschutz. Müssen denn unbedingt Billigprodukte aus fernen Ländern gekauft werden?“


Die zahlreichen Besucher sparten nicht mit fachmännischem Lob bezüglich der handwerklichen Produkte (Gesellenstücke), die Zeugnis geben für Ideenreichtum, Kreativität und Fantasie. Individuelle Gestaltungsmöglichkeit und praktische Anwendbarkeit gelten als Markenzeichen dieses Berufsfeldes.


Auch dieses Mal sorgten Mitarbeiter des BBW Ravensburg Adolf Aich der Stiftung Liebenau für ein Getränkeangebot und kleine Vesper zu familiären Preisen. Das Buffetangebot mit leckeren Torten und Kuchen war wieder sehr verführerisch. Der Erlös ist wieder für einen sozialen Zweck bestimmt und zwar für eine schulische Einrichtung in Afrika.




Fotos und Text: Rudi Martin

 

 

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