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Haisterkirch - Bekanntlich fand letztes Wochenende die bundesweite 72-Stunden-Aktion von Jugendlichen statt, die die Welt ein wenig besser machen wollen. Aus der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee nahmen etwa 100 Jugendliche daran teil, die vier unterschiedliche Projekte zu bewältigen hatten.

 

 

Für die Kirchengemeinde Haisterkirch waren 23 Ministranten - Mädchen und Jungen, jüngere und ältere Minis, wie sie oft auch recht respektvoll genannt werden - an den Start gegangen.

 

Den Haisterkircher Minis war mit der Anlegung eines Grabfeldes für Sternenkinder eine besonders diffizile Aufgabe gestellt worden. Die Herausforderung war groß, denn sie verlangte Antworten, die nur durch intensive, tiefgehende Aufklärung und dann in der Umsetzung auch durch körperlichen Arbeitseinsatz bewältigt werden konnten..

 

Mit der Aufgabenstellung wurde ein Tabu-Thema aufgegriffen. Tot geborene Kinder, die als Sternenkinder oder auch Schmetterlings- und Engelskinder bezeichnet werden, wurden in Deutschland nicht auf Friedhöfen beigesetzt und blieben namenslos. Ein Verlust solcher im Mutterleib sich entwickelter Föten bedeutet aber für die Eltern etwas Schmerzvolles und bedingt tiefe Trauer.

Mit der Anlegung des Grabfeldes in Haisterkirch wurde so ein Ort zur Erinnerung und der Trauerbewältigung geschaffen, der für die ganze Seelsorgeeinheit (Raumschaft Bad Waldsee) gedacht ist.

 

Ohne Unterstützung durch Erwachsene - vorwiegend Mitgliedern des Kirchengemeinderats - wäre das Vorhaben nicht möglich gewesen. Schließlich wurden Kraftfahrzeuge, Maschinen und Gartengeräte benötigt, dazu reichlich gespendetes Pflanzenmaterial.

Mit Feuereifer waren die Jugendlichen dabei, das sternenförmige Grabfeld zu gestalten. Erde wurde ausgehoben, Steine zur Umrandung eingesetzt, Pflanzen eingegraben und gleich begossen.

Freundliche Eltern und die Verantwortlichen der Kirchengemeinde sorgten dafür, dass es zünftige Vesper, Kuchen und Getränke gab.

 

Immer wieder wurden die Jugendlichen mit vielen anerkennenden, lobenden Kommentaren von zufällig vorbeikommenden Erwachsenen bedacht, die sich über das Projekt aufklären ließen und die 72-Stunden-Aktion als besonders wertvolle, mitmenschliche Aktion bezeichneten.

Den Engel aus Holz in der Mitte des Grabfeldes hatte Peter Fluhr (Osterhofen) geschnitzt.

 

Text und Fotoserie zum Arbeitseinsatz: Rudi Martin

 

 

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