18haisterHaisterkirch - Der Vorstandssprecher der Musikvereins Haisterkirch Markus Spieler zeigte sich bei der Begrüßungsansprache höchst erfreut darüber, dass so viele Gäste zum vorverlegten Jahreskonzert 2018 gekommen waren. Die nett herbstlich geschmückte Haisterkircher Gemeindehalle war nämlich voll belegt.



Traditionell wurde bislang das Jahreskonzert am Vorabend des 4. Adventssonntags abgehalten. Angeregt hatte die Vorverlegung Pfarrer Stefan Werner von der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee. Er gehörte zu den Ehrengästen wie auch Haisterkirchs Ortsvorsteherin Rosa Eisele und ihr Kollege Berthold Leupolz, Ortsvorsteher von Eintürnen. In diesem Jahr bestritt die Musikkapelle Eintürnen den ersten Teil des Konzertabends. Josef Schele, 2. Vorsitzender des MV Eintürnen freute sich darüber, auch viele Eintürner begrüßen zu können und erklärte dann auch, weshalb der MV Eintürnen spontan zugesagt hatte, beim Jahreskonzert in Haisterkirch mitzuwirken.


Schließlich habe Haisterkirchs Dirigent Florian Hubl ein Jahrzent lang das Dirigentenamt in Eintürnen ausgeübt. Eintürnens Dirigent Alexander Dreher, der übrigens auch das Jugendblasorchester Bad Waldsee mit großem Erfolg leitet, ist zudem mit Florian Hubl befreundet. Die Moderation und Ansage der einzelnen Musikstücke hatten auf bewährte, souveräne Weise Ines Bott vom MV Eintürnen und Verena Maucher vom MV Haisterkirch übernommen. Im Teil 1 des Konzerts überzeugte die Gastkapelle unter Dirigent Alexander Dreher mit einem konzertanten, klassischen und modernen Programmbeitrag. Ausgewählt hatte Alexander Dreher durchweg Werke mit Oberstufencharakter, die dann auch mit anhaltendem, großen Applaus bedacht wurden.


Eröffnet wurde das Konzert mit dem Konzertmarsch „Sympatria“, wobei auf musikalische Weise eindrucksvoll der Begriff Heimat thematisiert und so gedeutet wurde: „ Heimat ist dort, wo wir uns wohlfühlen“. Beim anspruchsvollen Stück „Devil´s Tower“ (Thomas Doss), nahm der Teufel der Sage nach Besitz von einem Turm. Mit unterschiedlichsten, wunderschönen Klangeffekten gelang es den Musikern in allen Registern, dem hohen Anspruch dieses Werkes in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Beim berühmten Konzertwalzer „ Wiener Praterleben“ (Siegfried Translateur), arrangiert von Stefan Schwalgin, fühlte man sich wie bei einem Sechs-Tage-Rennen in Berlin. „In all it´s glory“ ist ein Oberstufen-Konzertwerk von James Wearingen mit bekannten Melodien wie „ New York, New York“, „Somethin` Stupid“, „Fly me to the Moon“, „My Way“.


Mit diesem Werk glänzte das 45-köpfige Ensemble des MV Eintürnen beim diesjährigen Kreismusikfest in Haidgau und verdiente sich die Note „hervorragend“. Auch das Haisterkircher Publikum war begeistert vom perfekten Vortrag genauso wie beim Schlussstück „ Frank Sinatra Classics“ , einem Medley, das von Stefan Schwalgin arrangiert worden war. Ohne Zugabe durfte die Gastkapelle nicht von der Bühne. Der anhaltende, riesige Beifall wurde mit der „Bodensee-Polka", einer wohlklingenden Liebeserklärung an den Bodensee des Komponisten Alexander Pfluger belohnt.


Nach der Pause nahm dann die heimische, 43-köpfige Haisterkircher Musikerschar auf der Bühne Platz. Dirigent Florian Hubl hatte eine Auswahl getroffen, die ebenfalls anspruchsvolles blasmusikalisches Können erforderte. Der Auftakt mit dem Friedenshymnus „Free World Fantasy“ von Jacob de Haan symbolisierte den Traum von einer Welt ohne Krieg. Die Ernsthaftigkeit dieses Konzertwerks erforderte von den Musizierenden hohe Konzentration und Einfühlungsvermögen. Beim Konzertwerk „Kyrill“ war es Otto M. Schwarz gelungen, die Wirkungsweise des Jahrhundert-Orkans musikalisch in bewegende Bilder umzusetzen, die dann entsprechend der Dramatik eindrucksvoll von den Haisterkircher Musikern interpretiert worden sind.


Auch die Komposition „Two Movenments“ (Kees Vlak) mit zwei konstrastreichen Sätzen, wie der Titel andeutet, wurde mit einem gekonnten Grandioso eindrucksvoll vorgetragen und mit anerkennendem Applaus belohnt. Mit unterschiedlichen musikalischen Effekten gelang es dem Haisterkircher Ensemble, das Konzertwerk „The great Locomotive Chase“ (Robert W. Smith) - einer Bahnfahrt zwischen Atlanta und Chattannooga - anschaulich hörbar darzustellen. Mit dem schwungvollen Marsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg sollte das Doppelkonzert eigentlich beendet werden. Aber die Zugaberufe waren zu deutlich und unüberhörbar.


Dirigent Florian Hubl hatte natürlich vorgesorgt. Mit dem schmissig vorgetragenen Konzertmarsch „In Vita Optimum“ fand das Doppelkonzert dann einen starken Ausklang. Vorstand Markus Spieler sprach dann noch den Dank aus an alle, die zum großartigen Gelingen dieses Jahreskonzerts auf irgendeine Weise beigetragen hatten. Insbesondere galt sein Dank den beiden Dirigenten Alexander Dreher und Florian Hubl, den beiden Moderatorinnen Ines Bott und Verena Maucher sowie dem Ehepaar Claudia und Hans-Peter Waibel für die prachtvolle Dekoration.

 

 

 

Text und Bilder von Rudi Martin
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