16juReute-Gaisbeuren - Am Samstag 16. (Fortsetzung ist am 17.11.2019) hielt die Junge Union Baden Württemberg den ersten Tag ihres Landestags ab. Highlights am Samstag waren die Auftritte von Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden Württemberg sowie von Friedrich Merz, Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU. 

 

 

Da wurde geklatscht, getrampelt, gejubelt. „So ein Tag, so wunderschöne wie heute“ und Kanzler, Kanzler, skandierten die jungen Politiker*innen, der Jubel wollte kein Ende nehmen. Eine Stimmung wie im Bierzelt, alle wurden von einer Woge der Begeisterung geradezu hinweg geschwemmt.

 

 

Was war passiert? Friedrich Merz hielt eine Rede. Er bedankte sich selbstverständlich für die Einladung, gratulierte Philipp Bürkle zu seiner Wiederwahl. Merz weiß, dass er in der Durlesbachhalle eine treue Fangemeinde hat. Denn die Junge Union Baden-Württemberg gehörte zu seinen entschiedensten Unterstützern bei seiner Bewerbung um den CDU Parteivorsitz.


Die Merz’sche Rhetorik spielt mit der Sehnsucht nach der klaren Führung, dem starken Wort. So hat er den Saal schnell in der Hand: Hier steht einer, der Kanzler kann. Und das Publikum nimmt es dankbar an. Kontroverse Themen müssten kontrovers diskutiert werden, und wenn er mal eine Kritik anbringen würde, dann wäre das kein Putschversuch, meinte er im Hinblick auf seine Kritik an Kanzlerin und CDU Parteispitze.

 

Ein klares Profil, klare Abgrenzung zum politischen Gegner forderte er. Früher sei alles klar und abgegrenzt gewesen, da müsste die CDU wieder hin. Ökologie und Ökonomie zu verbinden und den Industriestandort Deutschlands zu erhalten, wären die wichtigsten Felder der CDU. In der Koalition dürfe die CDU keine weiteren Zugeständnisse an die SPD machen.

 

Soli abschaffen, Steuern nicht erhöhen, sondern senken, vor allem Gewerbe- und Einkommensteuern, Bürokratie abbauen, G5-Masten notfalls per Gesetz aufstellen und nicht auf die Befindlichkeiten Einzelner Rücksicht nehmen sind seine Vorstellungen zur Wirtschaftspolitik.

 

 

Die Junge Union solle zur treibenden Kraft in Europa werden, in der Deutschland, Frankreich und Polen vorangehen müssen. Die CDU müsse zu ihren sozialen, liberalen und werte konservativen Wurzel stehen rief er den Delegierten zu. Vor dem Mittagsbreak und vor Friedrich Merz hatte Susanne Eisenmann, Spitzenkandidatin der CDU um den Ministerpräsident*Innenposten in Stuttgart, um Unterstützung der Jungen Union geworben.

 

2019 hatte die CDU ein Problem, so Eisenmann, zu wenig Haltung, zu wenig Stellung, zu altbacken. Wo sind die Leitlinien der CDU, fragte sie, denn die Bürger wollten wissen, wofür die CDU steht. Das müsse jetzt beim Parteitag geklärt werden, damit man wieder mit einem klaren Profil auftreten könne. Auf die Nachfrage eines Delegierten, nach ihrer Äußerung zu Fridays for Future sprach sie sich für eine engagierte Jugend aus, aber es könne nicht ein gutes und ein schlechtes Schulschwänzen geben, und das sei nun mal eine Ordnungswidrigkeit. Und wenn man mit zivilen Ungehorsam protestiert, dann müsse man auch mit Konsequenzen rechnen. Jede Menge Beifall bekam Susanne Eisenmann für ihre heute frei geschaltetes Facebook-Seite. Rezo lässt grüßen.


Bericht und Bilder: Erwin Linder



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